Donnerstag, 17. Mai 2012

Komplimente

Ich treffe einen ehemaligen Klassenkameraden von mir, den ich trotz seines neuen Vollbartes sofort erkenne. Der Vollbart ist ungewohnt, aber das muß er ja selbst wissen. Er sagt mir, was für eine tolle Frau ich sei und weitere Komplimente, was durchaus mal angenehm ist, auch wenn es nur im Traum vorkommt. Anscheinend ist er aber so beeindruckt von mir, daß er mich gleich nur noch mit "Sie" anspricht. "Hey", protestiere ich, "wir kennen uns aus der Schule. Da kannst du ruhig weiter "Du" sagen!" Das wäre ja noch schöner, wenn mich jetzt schon die Klassenkameraden ehrfürchtig Siezen.

Edit: Fehlt bloß noch, daß mich mein Unterbewußtsein jetzt auch schon mit "Sie" anquatscht.

Sonntag, 13. Mai 2012

Süßes

Nutella, bzw. genauer gesagt so eine weiß-braun gestreifte Creme, was für mich dasselbe ist, da ich beides nie esse, haben mich durch die Nacht begleitet. Vielleicht weil ich gestern erstmals so ein Probiersachet mit Bio-Haselnußcreme auf Brötchen verspeiste und unanständig schmackhaft fand. Anscheinend hat sie mich sogar stärker beeindruckt, als ich dachte:
Es ist Weihnachten und A. steht spätabends plötzlich vor der Tür. Wissend, daß er jederzeit bei mir willkommen ist, nutzt er das gerne aus und taucht immer wieder mal auf. Er möchte gerne Süßes und fragt danach, aber dummerweise habe ich weder Lebkuchen noch sonstige Süßigkeiten im Haus. Ich schneide ihm deshalb einige Scheiben Brot ab und biete ihm Nutella dazu an. Er ist zufrieden.
Auf einer Klassenfahrt, die eher eine Dienstfahrt ist, da sie mit Kollegen stattfindet, bin ich mit drei anderen Kollegen zusammen in ein Zimmer "gefercht", zumindest empfinde ich das so. Es ist nervtötend. Oben auf einem Doppelstockbett sitzend und die Beine baumeln lassend, überlege ich, wie ich wohl noch den letzten Tag hier überstehen soll. Glücklicherweise sind es nur drei Tage und die letzte Nacht bricht bereits an. Irgendwie werde ich die auch noch schaffen, immerhin habe ich tröstlicherweise ein volles Glas Nutella neben dem Bett zu stehen. Als ich in den Waschraum will, sehe ich im Flur eine schwarze Tafel auf welcher mit weißer Kreide geschrieben steht, daß am 30. bis um 30 Uhr, was wohl Mitternacht bedeutet, eine Nachtwanderung stattfindet. Doch am 30. werden wir schon nicht mehr hier sein.

Samstag, 12. Mai 2012

Sonnende Krähe

Als ich aus dem Fenster schaue, sehe ich eine große, sich sonnende, Krähe. Wonnig auf dem Rücken liegend, den Kopf mit halb geöffnetem Schnabel genußvoll in die Sonne gereckt, die Füße von sich gestreckt, sieht das schon einigermaßen ulkig aus. Jetzt braten also sogar die Krähen in der Sonne! Wie lustig!

(Ich hoffe, daß sollte kein dezenter Hinweis auf die Bildung von Krähenfüßen sein.)

Dienstag, 8. Mai 2012

Der Zauber des zweiten Romans

Die dunkle Erinnerung an ein leuchtendes Wunder. Eine seltsame Wohngemeinschaft in einem seltsamen Haus. Es handelt sich um eine Hexengemeinschaft so wie in "Charmed". Eine der anderen Hexen berichtet mir, sie hätte gesehen, daß ich den Tod an mich gebunden hätte. Dies sei durch meinen ersten Roman geschehen, der die Kraft hatte, den Tod anzuziehen. Die einzige Möglichkeit diesen jetzt wieder loszuwerden wäre, einen zweiten Roman zu schreiben. Dieser würde dann den Lösungszauber enthalten.

Samstag, 5. Mai 2012

Frohe Handybotschaft

Von irgendjemanden oder irgendetwas verfolgt, flüchte ich in eine große Halle, in der durch Trennwände einzelne Büroabteile eingerichtet wurden. Die Halle ist menschenleer und sieht aus, wie nach einem Vorfall verlassen, denn überall auf dem Boden liegen, Papiere, Akten und Ordner wild verstreut. Ich verstecke mich hinter einer der Trennwände und suche nach einer Möglichkeit, mich so unsichtbar zu machen, daß der Verfolger mich nicht sieht. Zuerst kauer ich mich dazu auf den Fußboden und bedecke mich selbst über und über mit Papieren und Akten. So falle ich als Papierberg hier in der Unordnung vielleicht nicht auf. Der Verfolger ist noch nicht auszumachen und hinter mir in der Wand bemerke ich eine Klappe. Es ist eine Klappe wie bei den Kleidersammelstellen. Was man vorne hereinlegt, wenn man sie hinunterklappt, fällt beim Zuklappen hinten herunter. Ich denke mir, warum nicht, wenn ich mich in die Klappe begebe, lande ich vielleicht an einem Ort, an dem ich in Sicherheit bin. Also lege ich mich hinein und lasse mich mit meinem Gewicht auf der anderen Seite hinunterpurzeln. Anfangs ist nur Dunkelheit um mich herum, doch langsam erkenne ich schemenhafte Umrisse. Anscheinend befinde ich mich hier in einer großen dunklen Halle, vielleicht eine Turnhalle, in welcher regelmäßig verteilt graue Gestalten still und stehend verharren. Ich versuche einzelne davon anzusprechen, doch sie reagieren gar nicht und gehen wortlos weg, als würde ich sie stören. Es ist ein wenig unheimlich und ich fühle mich nicht sehr willkommen. Sie erscheinen mir wie schlafende Geister und wirken ferngesteuert. Bald darauf habe ich deshalb die Halle verlassen und gehe eine Straße entlang, an deren rechten Seite sich ein Holzzaun befindet. An einer Stelle ist eine Lücke im Zaun. Eine weißgekleidete, freundliche Frau mit einem Besen in der Hand zeigt einladend darauf und sagt: "Geh doch ein Stückchen hier auf dem Sand. (Das wird dir gut tun. - Letzteres schwingt nur als unterschwellige Botschaft mit)" In der Tat wurde hier auf einer Fläche feinster Meeressand aufgeschüttet. Ich folge der Einladung, ziehe die Schuhe aus und stapfe barfuß ein Stück in die Sanddünen hinein, die nicht allzu ausgedehnt sind und bald enden. Der Sand fühlt sich seidenweich und warm unter den Füßen an, doch nachdem ich das Gefühl ausreichend genossen habe, kehre ich wieder um in Richtung Straße. Lächelnd fragt die Frau mehr rhethorisch, ob sich der Sand nicht herrlich anfühle und ich bestätige nickend. Als ich die Stelle verlasse und der Straße weiter folge, fegt sie hinter mir mit dem Besen die Fußspuren aus dem Sand, allerdings nur meine, die restlichen Fußspuren läßt sie, wie sie waren. Ich finde das einen cleveren Einfall, denn so kann der Verfolger mich nicht anhand meiner Fußspuren ausmachen, kommt aber auch nicht auf die Idee, daß hier Spuren beseitigt wurden. Schließlich erreiche ich ein seltsames Haus und werde von einer wichtigen Persönlichkeit empfangen. Danach befinde ich mich in meiner Wohnung und beschäftige mich mit einem Computerproblem. Gerade habe ich eine Email an den Support geschrieben, als im selben Moment des Abschickens mein Handy klingelt. Ich lasse es klingeln und gehe nicht dran, weil ich denke, das wäre bestimmt nur wieder Werbung, doch irgendwie scheint mir, als höre ich in diesem Klingeln Stimmen. Es ist wie ein weißes Rauschen, wenn verschiedene Frequenzbereiche sich überlagern und je aufmerksamer ich horche, um so deutlicher höre ich sie. Zuerst Frauenstimmen, welche mitteilen, daß mich jemand sprechen möchte und danach eine Männerstimme, welche sagt: "Hallo, ich bin Jesus. Geh doch mal ran!" Vor Schreck über diese seltsamen Botschaften melde ich mich nun doch am Hörer. Eine Männerstimme stellt sich mit dem Namen Dennis vor und erklärt, er wolle mir mit Rat zur Seite stehen. Ich bin zuerst etwas verblüfft, doch dann fällt mir ein, daß das wohl schon ein Mitarbeiter des Supports sein muß. Die sind aber schnell! Wie zur Bestätigung erklärt er nun, daß er erst noch mit dem Systemtechniker telefonieren muß. Dies wird er über mein Handy tun. Ich habe zwar keine Vorstellung, wie er aus der Ferne mit meinem Handy telefonieren will, aber ich hoffe, das Gespräch dauert nicht zu lange. Und ich erwache so gegen 3:40 h.

Dienstag, 1. Mai 2012

Traumyoga

Mit Leichtigkeit lege ich meinen Kopf auf den durchgestreckten Knien ab, von anderen um mich herum staunend beäugt. Ich selbst bin auch überrascht über meine neue Beweglichkeit. Das kenne ich so gar nicht. Aber wahrscheinlich bin ich heute einfach gut in Form, denke ich. Schon oft konnte ich erleben, wieviel Unterschied die Tagesform ausmachen kann. Auf die Idee, daß dies alles nur ein Traum sein könnte, komme ich allerdings nicht.

Montag, 30. April 2012

Vergessen

In meiner Wohnung ist ein ständiges Kommen und Gehen. Dauernd klingelt es an der Türe. Ich bitte die Leute rein, obwohl mir so viel Besuch im Moment eigentlich gar nicht paßt. Es sind hauptsächlich Männer, die mir in irgendeiner Art nahe stehen oder nahe standen. Doch während sie durch meine Wohnung trampeln, hänge ich meist allein in einer Ecke herum, weil alle furchtbar beschäftigt sind. Der eine damit, Essen in sich hineinzuschaufeln, der zweite damit, sich die ganze Zeit mit einer anderen Frau zu unterhalten, und so weiter. Jener, der sich mit der Frau unterhalten hat, ist irgendwann verschwunden, anscheinend gegangen, wie ich enttäuscht feststelle. Daß er nur mit der anderen Frau redet, stört mich ja schon gar nicht mehr, aber daß er so einfach geht, ohne sich von mir zu verabschieden und ein paar Worte für mich, macht mich traurig. Es ist als hätte man mich komplett vergessen, als hätte es mich nie gegeben.

Dienstag, 24. April 2012

Die Katzenratte

Mit Verwunderung bemerke ich, daß mein kleines Kätzchen unheimlich gerne im Wasser planscht. Sie springt in das gefüllte Waschbecken und taucht vollständig unter, völlig untypisch für eine Katze. Als sie wieder auftaucht, fällt mir auf, daß sie eigentlich wie eine Ratte aussieht. Besonders die kleinen dunklen Äuglein sind die einer Ratte. Seltsam, sollte ich mich geirrt haben und es ist gar keine Katze? Trotzdem verhält sie sich so, folgt mir überall hin, schleicht auf meinen Schoß, wenn ich sitze, und rollt sich dort behaglich zusammen. Streichle ich sie, streckt sie sich voll Wonne auf der Seite aus. Egal ob Ratte oder Katze, ich habe mein Haustier lieb.

Sonntag, 8. April 2012

Frühstück im Bett und Ostereier suchen

Das klingt jetzt nach dem üblichen Ostersonntag-Zeitvertreib, ist aber alles nur geträumt. Denn im Traum träumte ich, mir würde jemand ein Frühstück mit Kaffee und frischgebackenem Apfelkuchen ans Bett bringen und resümierte darüber nach dem traumhaften Erwachen, daß ich zwar eigentlich keinen Kaffee trinke, aber in diesem Falle trotzdem einen großen Schluck genommen hätte. Danach befinde ich mich in einem großen Hotel, das voller Menschen ist. Trotz der vielen Menschen fühle ich mich verloren, wandere hier hin und dort hin, suche einen Platz an den vollbesetzten Tischen, wo aber kein Platz für mich zu finden ist. Götz Alsmann trifft auf mich und nimmt sich meiner an, indem er mich durch das Hotel zu den geheimen Lagerkammern führt, in welchen bergeweise Fundsachen von Gästen aufbewahrt werden. Wir klettern auf einen der Berge und er sucht für mich eine Handvoll Silberschmuck heraus. Als ich mit dem Silber in der Hand aus der Kammer komme, schaut mich eine Hotelangestellte böse an. Ich erkläre ihr, daß alles rechtmäßig ist und das Silber mir geschenkt wurde. Im Park des Hotels stehen Bänke in einer Reihe, im Rücken ein Maschendrahtzaun. Hinter dem Maschendrahtzaun beginnen Feld und Wald. Irgendwo sehe unter einem Busch hinter dem Zaun ein leuchtend rotes Osterei blitzen. Hey, ein Osterei das noch niemand gefunden hat! Dann werde ich jetzt mal auf die Ostereiersuche gehen. Ich verlasse das Gelände und betrete einen Trampelpfad, der hinter dem Zaun entlangführt. Ich habe mir die Person gemerkt, die in der Nähe des Ostereis auf der Bank sitzt und hoffe sie durch die Büsche hindurch ausmachen zu können um eine Orientierung zu haben. Doch stattdessen verlaufe ich mich und komme bei einem monumentalem Bautenensemble heraus, vielleicht einer Gedenkstätte, welches aus Quadern und Kammern besteht, die teilweise wie Grabkammern wirken. Über allem ragt ein gigantisches Steinkreuz mit einem gigantischen Steinjesus, sicher so hoch wie ein Turm. Aus den Gesprächsfetzen einiger Besucher erfahre ich, daß diese Anlage von einem gewissen Christo erbaut wurde. Der hat sich ja ganz schön ins Zeug gelegt, aber ich kehre trotzdem erstmal wieder um, denn eigentlich wollte ich das Osterei suchen.

Samstag, 7. April 2012

Neue Räume

Im Traum besuche ich die neuen Büroräume meiner Firma (die bisher noch Zukunftsmusik sind) und stelle fest, daß das gesamte Gebäude undicht ist. Überall regnet es herein und das Wasser hinterläßt nasse Flecken auf dem Teppichboden. Hier muß es doch richtig schimmlig sein, so denke ich bei mir, auch wenn von außen noch nichts zu erkennen ist. Danach entdecke ich meine neue Wohnung wieder, die ich zwischenzeitlich vergessen hatte. Sie ist großzügig geschnitten, mit viel Platz, allerdings besteht sie aus aneinandergereihten Durchgangszimmern. Meine Mutter steht am Eingang und sagt, ich solle mal bis hinten durchgehen, sie wolle mir da etwas zeigen. Ich durchquere zwar einige Räume, mache aber vorher wieder kehrt. Die Räume sind größtenteils leer bis auf einige alte antike Möbelstücke und Schränke, die ich wohl vom Vormieter übernommen habe. Diese alten Möbel mögen zwar vielleicht teilweise wertvoll sein, aber mir gefallen sie nicht. Die müssen raus. Am Eingang sagt meine Mutter noch einmal, ich solle bis hinten durchgehen. Was gibt es denn da hinten so besonderes zu sehen? Ich gehe also abermals durch sämtliche Räume und bemerke, daß die Wohnung ohne jede Begrenzung in einen Hof mit einer grünen Wiese und Bäumen übergeht. Wo im Zimmer vorher die Vorhänge noch an Gardinenstangen hingen, sind sie im "Hofraum" an den Ästen der Bäume befestigt. In der hintersten Ecke des Hofes, von Häuserblöcken umgeben, sitzen Leute, wahrscheinlich Nachbarn, an Holztischen und folgen aufmerksam einem Seminar, welches unter freiem Himmel stattfindet. Irgendwo in den Träumen sah ich außerdem eine in mehrere Stücke zerteilte schwarze Katze, deren Kopf mit den Vorderbeinen trotzdem noch herumlief, sowie meine Großeltern, bei denen ich zu Besuch war.

Montag, 26. März 2012

Kochplan und blaue Blumen

Meinem Kumpel will ich bei einer Badrenovierung helfen. Das Bad ist so heruntergekommen, daß ich meine, alles müßte herausgerissen und neu gemacht werden, aber mein Kumpel zeigt mir, daß es reicht, einzelne Fliesen auszutauschen. Nun ja, wenn er meint. Danach wollen wir für seine Mutter (die an Eierstockkrebs erkrankt ist) kochen. Die Wohnung geht übergangslos in offenes Gelände und eine Wiese über. Das Kochen läuft etwas chaotisch ab, da das Fleisch bereits vorgekocht ist und ich jetzt die Wohnung nach anderem Eßbaren absuche, während mein Kumpel ständig in den Supermarkt rennt, um irgendetwas zu holen. Doch da wir noch gar nicht genau wissen, was wir denn nun kochen wollen, fehlt immer wieder etwas. Ich stoppe das Ganze, indem ich vorschlage, wir sollten erst einmal einen Kochplan machen und dann aufschreiben, was wir benötigen. Kochen wir nun Kartoffeln zum Fleisch? Soll es eine Nachspeise geben? Pudding vielleicht? Das muß alles erst geklärt werden, bevor er zum Supermarkt geht um die fehlenden Dinge zu holen. Während ich in der Wohnung weiter nach Eßbarem suche und Puddingpäckchen sortiere, komme ich an den Rand der wilden Wiese, auf welcher mir riesige blaue Blumen auffallen. Sie sehen aus wie breite Malerpinsel, aber wenn man die zarten Blütenblätter in Form von schmalen Borsten auseinanderzieht, findet man einen hellblauen Blütenstempel.

Freitag, 23. März 2012

Der böse Zahnalb

Beim Essen halte ich plötzlich meine beiden Vorderzähne in der Hand, die mir von einem Moment zum anderen ausgefallen sind. Sie mit meiner Faust umklammernd renne ich heulend endlose Treppen hinunter und denke dauernd: "Das muß ein Traum sein. Das kann nur ein Traum sein." ohne es allerdings wirklich zu wissen. Ich lande in der Küche bei meiner Mutter, zögere aber, ihr die losen Zähne, bzw. die Zahnlücke zu zeigen, hat sie doch immer gesagt, ich solle auf meine Zähne aufpassen.

...

In letzter Zeit träume ich oft von Zähnen. Im Traumdeuter fand ich zu ausfallenden Zähnen folgendes: "Nach den neusten amerikanischen Forschungen haben sie auch etwas mit den Wechseljahren bei Frau und Mann zu tun, vor allem wenn sie in mehreren Träumen einer Person in den Wechseljahren hintereinander gesehen werden." Dann hoffe ich mal, daß diese Zahnträume wirklich nur hormonell bedingte Nebenwirkungen sind. Wobei einer dieser Träume sogar eher positiv war. Ich träumte, ich sei bei meiner Zahnärztin, damit sie mir die Krone für meinen Backenzahn macht, doch stattdessen riß sie mir die untere Brücke heraus, weil die kaputt war. Während ich mir noch Sorgen machte, wie ich jetzt auf den abgeschliffenen Zähnen kauen soll, stellte ich fest, daß mir zwei neue weiße Backenzähne nachgewachsen waren und ich gar keine Brücke mehr brauche.

Samstag, 17. März 2012

Casablanca an der Zitadelle

Auf einer breiten Treppe lasse ich mich von der Sonne bescheinen. Ich weiß nicht mehr, wie ich hierher gekommen bin, aber höre den Namen eines Bahnhofs. Erst klingt er unbekannt, doch dann fällt mir ein: die Spandauer Zitadelle muß sich hier befinden. Hinter mir sehe ich auch schon ein altertümliches Bauwerk mit großem Torbogen aufragen. Das wäre eine gute Gelegenheit, um zu fotografieren. Durch einige schmalen Gassen einer Altstadt erreiche ich das Gebäude und betrete es. Zuerst entpuppt es sich als Bahnhofsgebäude, dann als Kino. Ich verlasse es wieder und lande auf einem Platz, in dessen Mitte eine Kirche mit hohem schmalen Turm steht. Zwei Pantomimen, weiblich und männlich, stellen etwas abseits davon Ingrid Bergmann und Humphrey Bogart in Casablanca dar, regungslos, so als seien sie ein Filmplakat. Vor mir fotografiert jemand diese Darbietung und ich schließe mich an und versuche ebenfalls zu fotografieren. Doch bevor ich den Auslöser drücken kann, rempelt mich eine Frau an und schimpft dann noch mit mir, weil ich ihr im Weg gestanden hätte. Ich lasse mir das nicht gefallen und gebe zurück: "Du hast doch Augen im Kopf, oder nicht?" Dann versuche ich noch einmal mit dem Foto. Die Pantomimen müssen dafür ihre Darbietung extra wiederholen, was sie bereitwillig tun.

Während ich schlafend im Bett liege, spüre ich etwas Pelziges an meinen Beinen und höre ein lautes Schnarchen, welches unter meiner Bettdecke hervorkommt. Vorsichtig schlage ich die Decke zurück und finde meine Katze zusammengerollt neben mir, welche sich unter das Deckbett geschlichen hat, etwas, was sie sonst nie tut.

Mittwoch, 14. März 2012

VIP-Lounge

Meine ehemalige Mitschülerin U. vertraut mir ihren Kummer an, daß niemand sie mag. Das kann ich ja nun überhaupt nicht glauben, da sie doch immer der Liebling von allen ist, etwas, worum ich sie manchmal ein bißchen beneidet habe. Um sie zu trösten, streichel ich ihr über die Schulter und sie wird dabei ganz klein und zerbrechlich. R., ebenfalls ein ehemaliger Mitschüler, folgt mir überall hin und scheint meine Nähe zu suchen. Ich halte nun eine Schachtel in der Hand, in welche ich seine Zigarettenpackungen getan habe. Diese habe ich an mich genommen, um ihm die Zigaretten künftig zuzuteilen und er hat nichts dagegen. Wie er so neben mir steht, ist er auf einmal ein kleiner Junge mit einer verschmierten Nutella-Nase geworden. Wie putzig!

Mit meiner Familie reise ich in das Heimatdorf, um dort Ahnenforschung zu betreiben. Dies haben wir bereits einmal getan und während des Aufenthalts einige Interviews mit Leuten aus dem Dorf geführt. Es ist herrlichstes Wetter, die Sonne brennt heiß auf uns herab und wir überlegen, was wir nun am heutigen Tag unternehmen. Ich würde lieber herumstreifen, aber stattdessen landen wir in einem Hof, wo wir von einem Mann mit Brille in Empfang genommen werden. Dieser führt uns zu einem Portal, hinter dem ein großer Saal liegt, in welchem eine Veranstaltung stattfindet. Wir werden von dem männlichen Türöffner einzeln eingelassen, indem jeweils nur einer eintreten darf und die Tür wieder geschlossen wird, wobei der Türöffner laut den jeweiligen Namen in den Saal ruft. Vor mir ist gerade eine Person, die mit lautem Applaus und Jubel empfangen wird. Selbst hinter dem geschlossenen Portal hört es sich an, als würden tausende von Menschen im Saal toben. Wie ich dem gerufenen Namen entnehme, ist es wohl irgendein bekannter König oder Fürst, von dem ich dachte, daß es ihn gar nicht mehr gibt. Inzwischen schlottern mir die Knie, denn so viel Aufmerksamkeit bin ich nicht gewöhnt. Lieber würde ich mich wie ein Mäuschen in den Saal schleichen. Doch jetzt bin ich an der Reihe. Konzentriert starre ich auf meinen Schuh, als ich die Schwelle überschreite. Nur nicht stolpern! Wie zu erwarten fällt bei mir und der restlichen Familie der Applaus eher sehr verhalten aus. Schließlich sind wir weder berühmt noch bekannt. Wahrscheinlich wird nur geklatscht, weil die berühmte Person zu unserer Gruppe gehört und wir zusammen mit ihr eintreten. Dennoch erhalten meine Mutter und ich Plätze in der VIP-Lounge. Diese besteht aus zwei Stühlen, welche nicht normal in der Reihe mit den anderen stehen, sondern seitlich mit Blick zur Wand. Vor ihnen ein billiger weißer Plastiktisch mit zwei gefüllten Sektkelchen.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

Status

Online seit 2340 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 17. Mai, 16:48

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