Zitate und Tips

Montag, 19. Mai 2008

...

Denn ein überladener Magen macht es einem selbst in den Morgenstunden unmöglich, das Wahre zu schauen. Um Träume in ihrer vollen Reinheit aufzunehmen, war es geboten, den Körper von störenden Einflüssen, z.B. Überladung des Magens, zu bewahren. Setzt der Mensch, so folgert Platon (Staat 9, 571E – 572B), den begehrlichen Seelenteil weder dem Mangel noch der Übersättigung aus, wird er am besten die Wahrheit erfassen und reine Traumerscheinungen schauen.) ...
...Bei den Traumgesichten, die verstümmelt sind und die man sozusagen nicht in den Griff bekommt, ist eine gewisse Kombinationsgabe vonnöten, ganz besonders bei denen, in welchen etwas Geschriebenes geschaut wird, das keinen selbstständigen Gedanken enthält, oder nur ein sinnloses Wort; hier kann durch Umstellung, Änderung oder Zugabe von Buchstaben oder Silben, zuweilen auch durch Auffinden eines gleichwertigen Wortes der Zusammenhang geklärt werden. (Griechisch Isopsepha; da die griechischen Zahlen durch Buchstaben dargestellt werden, kann man jedes Wort als die Summe von Ziffern ansehen. So kann man jedes beliebige Wort durch Addition der Buchstaben in einen Zahlenwert umwandeln. Dabei können ganz verschiedene Wörter den gleichen Zahlenwert ergeben. Diese Isopsepha setzt die Traumdeutung auch sachlich gleich und gewinnt auf diese Weise neue Auslegungsmöglichkeiten. Siehe auch "Lebensalter", "Wiesel" usw.) ...
....Berücksichtige ferner, daß Leute, die einen guten und gesitteten Lebenswandel führen, weder Träume noch irgendwelche sinnlosen Trugbilder bekommen, sondern ausschließlich Traumgesichte, und zwar meistenteils theorematische; denn ihre Seele wird weder durch Befürchtungen noch durch Hoffnungen verwirrt, und dann sind sie auch Herr über die sinnlichen Leidenschaften. Kurz und gut, einem verantwortungsbewußten Menschen erscheint weder ein Traum noch sonst ein sinnloses Trugbild. Damit du dich aber nicht täuscht, so wisse, daß die große Menge nicht dieselben Träume hat wie jene, die sie zu deuten vermögen....
....Erstens gehen theorematische Traumgesichte auf der Stelle und sehr bald in Erfüllung, allegorische dagegen erst nach Ablauf einer längeren oder kürzeren Zeitspanne.
(aus der Oneirokritika von Artemidorus Daldianus)

Freitag, 2. Mai 2008

Paracelsus Report

Der Paracelsus Report erschien leider nur von 1995 bis 2000, aber jetzt kommts - es gibt ein Archiv der Ausgaben, in welchem man viele Artikel nachlesen kann. Unbedingt zu empfehlen! Besonders interessant die Artikel über psychologische Homöopathie, da diese auch Träume in die Zuordnung einbeziehen.

Sonntag, 30. März 2008

Die Quellen der Träume

Träume können unterschiedlichen Schichten Ihrer Psyche entspringen. Das Unterbewußtsein zerfällt in drei Ebenen. Zuerst haben wir die unmittelbar an das Bewußtsein angrenzende Stufe. Die hier entstehenden Träume tragen die deutlichen Spuren äußerer Reize, sind oft frivolen Inhalts und unzusammenhängend.
Die zweite Ebene des Unterbewußtseins bringt Träume hervor, die mehr oder weniger direkt auf spezifische physiologische Funktionen des Träumenden Bezug nehmen. Schenken Sie diesen nächtlichen Erlebnissen ganz besondere Beachtung: Sie haben den Zweck, Sie vor einer kurz vor dem Ausbruch stehenden organischen Störung zu warnen.
Schließlich gibt es die tiefste Ebene des Unterbewußtseins; ihr entspringen Träume, die Aufschluß über Ihre jeweilige mentale Situation geben.
Träume können Sie aber auch vom Unterbewußtsein eines anderen Menschen erreichen: Sie können - willentlich oder "zufällig" - eine mentale und/oder emotionale Verbindung zu einer Ihnen nahestehenden Person herstellen und dadurch deren unbewußte nächtliche Visionen und Gedanken wahrnehmen.
Eine weitere mögliche Quelle Ihrer Träume ist das "Überbewußtsein". Aus dieser innersten, "höchsten" oder "tiefsten" Ebene kommen Manifestationen geläuterten Gewahrseins. Das Überbewußtsein bringt präkognitive Visionen hervor und gewährt Ihnen jene spirituelle Führung, deren Sie so dringend bedürfen, um Ihren Daseinszweck auf Erden zu erfüllen.
Bisweilen erwachen Sie aus einem besonders friedvollen und tiefen Schlummer mit einem euphorischen Gefühl von innerer Weite und Ganzheit. Dies ist in der Regel der Fall, wenn Ihr Geist während des Schlafs "hinausgegangen" ist und einige Zeit bei Gott geweilt hat...
...Einige von Ihnen werden sich vielleicht einzelner flüchtiger Augenblicke ihres spirituellen Abenteuers entsinnen, doch in den meisten Fällen wird uns keinerlei Erinnerung zurückbleiben, sofern wir nicht mit Fleiß und Ausdauer an unseren meditativen Fähigkeiten gearbeitet haben. Solche Träume kommen direkt von Gott, und die Erinnerung an sie wird gewöhnlich nur jenen Menschen als Belohnung gewährt, die nach dem Erwachen den wahren Ursprung ihrer beseligenden Erlebnisse zu erraten imstande sind....
...Solche "Ermutigungsträume" enthalten nicht selten leuchtend bunte, verschlungene Muster, sogenannte Mäander. Wenn Sie je das Glück haben sollten, kurz vor dem Aufwachen wellen- und strudelartig schwingende Linien und Bänder in schönstem Technicolor zu sehen, dann wissen Sie, daß Ihnen die Bestätigung Ihrer spirituellen Beharrlichkeit zuteil geworden ist.

(aus "Leben und Heilen mit der Natur.Earthway - Die Botschaft einer indianischen Seherin." von Mary Summer Rain)

In diesem Buch werden die Träume außerdem in vier Hauptarten unterteilt, in Erd-, Luft-, Wasser- und Feuerträume. Erdträume werden auf der physischen Bedeutungsebene gedeutet, Luftträume auf der mentalen, Wasser auf der spirituellen und Feuer auf der emotionalen Ebene. Dies unterscheidet sich ein wenig von der üblichen Traumdeutung, in welcher Wasser auf Ebene der Emotionen gedeutet wird, während Feuer auch Geist, Energie und Transformation symbolisiert.

Donnerstag, 6. März 2008

Träume bald sichtbar?

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/wissenschaft/730878.html

Vielleicht muß ich ja Träume bald nicht mehr aufschreiben, sondern zeichne sie per Traumvideo auf. ;o)

Freitag, 18. Januar 2008

Für die bisher eingegebenen Träume

kristalliert sich langsam aber sicher eine interessante Häufigkeitsspitze zu Vollmond heraus. Das hätte ich gar nicht so deutlich erwartet.


Träume und Mondphasen
Originally uploaded by Weltentanz - Fluchtpunkte im Blickwinkel.

Samstag, 8. Dezember 2007

Der große Traumsoftware-Test

Nach meiner Erkenntnis gibt es drei Produkte auf dem Markt. Mit dem Traumlabor ( http://deutung.com/traumlabor/info.htm ) habe ich bisher am längsten gearbeitet. Es ist die preiswerteste (12,99 EURO), gleichzeitig aber auch die rudimentärste Software. Das Traumlabor hat zwar ca. 3200 Traumsymbole integriert, kommt aber ansonsten ohne viel Möglichkeiten daher. Pro Tag kann man nur einen Traum eingeben, bzw. mehrere Träume in einen Eintrag, ohne irgendetwas darin editieren zu können (keine Auswahl von Schrift- oder Darstellungsarten). Es besitzt leider keine Funktion, um Träume in Kategorien einzuordnen oder ihnen Attribute zuzuweisen. Die Suchfunktion besteht aus einem einfachen Suchfeld mit kaum vorhandenen Filteroptionen. Ein Paßwortschutz oder die Möglichkeit, mehrere Träumer zu erfassen fehlt vollständig, ebenso wie eine Backup- und Druck-Funktion. Trotzdem hat diese Software auch einen entscheidenden Vorteil, nämlich den, aus den eingegebenen Träumen automatisch die im Datenbestand erfassten Symbole anzuzeigen. Allerdings sucht man die Möglichkeit, eigene Symbole zu erfassen oder die bestehenden Deutungen zu erweitern umsonst. Etwas störend ist ebenfalls das nicht in der Größe veränderbare Fenster.

Die zweite deutschsprachige Traumsoftware ist die gleichnamige Software von http://www.traumonline.de. Diese ist schon etwas umfangreicher, aber keineswegs ausgereift. Deshalb empfinde ich den Preis für die CD-Version von 33 EURO, bzw. sogar 58 EURO bei Amazon als geradezu unverschämt. Dementsprechend paranoid ist dann auch das trotz vorhandener Seriennummer notwendige Freischaltprocedere, welches sich zusätzlich noch extrem lange hinzieht, selbst über die Emailoption. Im übrigen kann man aber eine Download-Version für 19.95 EURO oder neuwertige CD-Versionen ab 16.95 EURO bei Amazon-Marketplace erhalten. Mit dieser Software ist es möglich, Träume in Kategorien einzuordnen, einen Paßwortschutz zu installieren (jedoch nicht verschiedene Anwender), die Einträge zu editieren und sogar Bilder anzuhängen. Auch gibt es ein integriertes Alltagstagebuch, eine Backup- und Druck-Funktion und die Suchparameter sind sehr viel umfangreicher. Traumsymbole sind ca. 2500 vorhanden, deren Datenbestand selbst erweitert werden kann. Allerdings fehlt hier wiederum die Option, vorhandene Symbole automatisch aus dem eingegebenen Traum anzuzeigen. Das Nachschlagen in den Symbolen erfolgt nur manuell über die Datenbank.
Kleiner Tipp: Falls man aufgrund der vielen Nachteile des Traumlabors lieber mit der Traumsoftware von Traumonline.de arbeitet, gibt es auf http://deutung.com/traum/deutung.php3 einen Traumdeutungs-Assisstenten, mit welchem man alle vorhandenen Symbole aus einem Traum herausfiltern und anzeigen lassen kann.

Ich suchte hoffnungsvoll nach einer Software, die alle Vorteile enthalten würde und fand Alchera von http://www.mythwell.com, eine Traumsoftware, die mir vom Umfang und von den Möglichkeiten am besten gefällt, aber leider ebenfalls zwei große Nachteile hat. Zum einen gibt es sie nämlich nur in Englisch (aber immerhin findet sie auch in deutschen Texten Symbole, die dann jedoch auf Englisch erklärt werden) und zum anderen wird sie anscheinend nicht mehr aktualisiert und weiter entwickelt. Die letzte Version 3.72, die man im übrigen erst nach Bezahlung und Registrierung erhält, ist von 2001. Im Preis (ca. 28 EURO) enthalten soll ein kostenloses Upgrade auf die Version 4.0 sein, deren Erscheinen aber wohl in den Sternen steht. Die Registrierung vollzieht sich reibungslos und schnell. Diese Software bietet ansonsten alles, was ein ambitionierter Träumer sich wünschen kann, vereint alle Vorteile der deutschsprachigen Produkte und bietet darüber hinaus auch noch verschiedene andere Highlights, wie Statistikoptionen, die Möglichkeit, Träume mit veschiedenen Attributen(z.B. "luzid" o.ä.) oder Label (Farben, Emotionen, Zeit, Charaktere usw.) zu versehen, um Träume so nach bestimmten Gesichtspunkten schnell herauszufiltern. Weiterhin hat diese Software auch eine Mondphasenanzeige, das Anlegen neuer Träume ist sogar uhrzeitgenau, sowie für verschiedene Anwender möglich, und bietet die umfassendsten Freiräume, was die eigene Sammlung und Deutung von Symbolen betrifft.
Genial, aber wohl ein Traum bleibend, wäre für mich noch eine integrierte astrologische Konstellationsanzeige zum Zeitpunkt des Traumes oder auch die Anzeige des Mayakalenders und der entsprechenden Tagesqualitäten. Manchmal wünschte ich mir, ich wäre ein Softwareentwickler, aber man kann ja schließlich nicht ALLES selbst machen.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Träume als Hilfe

Denken Sie am Abend, bevor Sie einschlafen, an die Frage, für die Sie eine Antwort brauchen. Konzentrieren Sie sich darauf und bitten Sie Ihr Unterbewußtsein, Ihre geistigen Führer, Ihren Engel (woran auch immer Sie glauben), Ihnen bei der Beantwortung zu helfen. Vielleicht gelingt es nicht gleich in der ersten Nacht, aber Sie werden Ihre Antwort bekommen. Notieren Sie sorgfältig alles, was Sie im Traum spüren, sehen oder hören. Wiederholen Sie die Bitte jeden Abend und werden Sie nicht ungeduldig. Sie sensibilisieren sich auf diese Art für die Traumsprache, zeigen Ihrer Intuition, daß Sie bereit sind, sich ihr zu öffnen. Sie bereichern Ihr Leben, weil Sie Dinge nicht verdrängen, die möglicherweise später doch 'ans Licht kommen', dann oft in Form von Krankheit oder Unwohlsein. Wir alle sind mehr als unser Körper, erst die Einheit von Körper, Geist und Seele ermöglicht uns wirkliche Gesundheit und ein erfülltes Leben.
(von www.spiritproject.de)

Wie finde ich mein Krafttier?

Jeder hat bestimmte Lieblingstiere. Das können natürlich reale Haustiere sein, aber unter den Wildlebenden haben wir oft genauso unsere Favoriten. Schamanen sagt man nach, sie könnten die Gestalt wechseln, sich in Tiere verwandeln. Welches Tier paßt zu dir? Der Bär, die Wölfin, der Adler? Mit diesen Viechern in Kontakt kommen kann man nur im Zoo, denkst du? Laß dich überraschen... Jeder kann auf der geistigen Ebene ein oder mehrere Tiere als Helfer haben, das sind dann die sogenannten Krafttiere - sie sind immer für uns da und in der realen Welt zumeist unsichtbar. Sie sind schon da, ohne daß wir von ihnen wissen, und warten oft ihrerseits darauf, daß wir endlich auf sie aufmerksam werden. Oft sind es die o.e. Lieblingstiere, zu denen wir aus genau diesem Grund eine besondere Zuneigung haben.

Das Tier, das ich heute mit dir entdecken möchte, ist dein inneres Tier oder Krafttier, zu dem du in deinen inneren Welten gehen kannst, wenn du Rat oder einfach nur Zuwendung brauchst. Dieses Tier kann mit dir sprechen, ihr versteht euch wortlos. Das Tier, das du für dich entdeckst, ist da, wenn du seine Hilfe und Nähe brauchst - ansonsten hat es ein Eigenleben und bedarf keiner speziellen Fürsorge, der regelmäßige Kontakt erleichtert allerdings die Arbeit und den Zugang. Wenn euer "Draht" zueinander besonders gut und intensiv ist, kann es allerdings vorkommen, daß das Tier für dich sichtbar die Welten wechselt und dich in besonderen Augenblicken vor Gefahren warnt. Es wird sich gefühlsmäßig mit dir in Verbindung setzen, und du wirst es zweifelsfrei von allen anderen Tieren unterscheiden können.

Sorge dafür, daß du für mindestens eine Stunde ungestört bist, setz dich bequem auf deinen Lieblingssessel, kein gerader Rücken, keine Mediationsmusik, kein "Müssen", kuschle dich in eine Schmusedecke. Schließ die Augen und atme ruhig, wenn Gedanken kommen, laß sie vorbeifließen, ohne sie festzuhalten, entspanne dich. Und nun stell dir folgendes vor:

Die Temperatur ist angenehm. Du gehst aus deinem Haus, deiner Wohnung, durch die Eingangstür auf die Straße. Vor dir ist eine große Tür, die sich nun langsam öffnet, während du auf sie zugehst. Du siehst blühende Wiesen, Bäume und einen Weg, der durch die Landschaft führt. Du gehst durch die Tür und betrittst den Weg. Genießerisch atmest du tief den angenehmen Duft der Blumen und des nahen Waldes ein.
Am Waldrand angekommen, wird der Weg ein bißchen schmaler und führt zwischen hohen Bäumen in den Wald hinein. Du gehst weiter und weiter, neugierig, fröhlich, leicht. Der Weg endet vor dem Eingang einer Höhle. Du weißt, daß dort dein Tier wohnt, und du weißt auch, daß du nicht einfach in die Höhle hineinrennen darfst, also setzt du dich einfach davor auf den warmen, weichen Waldboden, machst es dir bequem und wartest. Plötzlich spürst du das Tappen von Füßen noch bevor du die Bewegung im Höhleneingang siehst. Dein Tier kommt auf dich zu - breite die Arme aus, heiße es willkommen!

Wie sieht es aus? Ist es jung oder alt? Läßt es sich streicheln, oder bleibt es auf Distanz? Hat es dir etwas zu sagen, magst du es fragen? Hat es einen Namen, den es dir mitteilt, oder darfst du ihm einen geben? Laßt euch Zeit miteinander, ihr könnt euch ein Leben lang treffen, du brauchst nichts überstürzen. Du kannst jederzeit zum Höhleneingang oder sonst einem Platz in der geistigen Welt gehen und dich mit deinem Tier treffen.
Verabschiede dich nun von dem Tier und gehe den Waldweg zurück - vielleicht begleitet es dich noch ein Stückchen? Du gehst aus dem Wald heraus, durch die blühenden Wiesen, auf die große Tür zu. Sie öffnet sich gerade so weit, daß du hindurchgehen kannst. Während du zu deinem Haus hinübergehst, hörst du, wie sie sich hinter dir schließt. Du gehst in das Zimmer, in dem dein Körper immer noch warm eingekuschelt sitzt - atme tief dreimal ein und aus, du bist wieder hier!

So, nun hast du dein Tier gefunden. Noch ein paar kleine Tips: wenn dir das Tier gar nicht gefällt (wer mag schon als Krafttier eine Stubenfliege haben?), kannst du es auch zurückschicken und bitten, daß sich ein anderes zeigt. Fixiere dich in Gedanken nicht allzusehr auf ein bestimmtes Tier, sonst bist du enttäuscht, wenn statt des stattlichen Bären ein hagerer Fuchs auf dich zukommt, oder du bekommst dein Wunschtier, hast allerdings das beständige Gefühl, daß hier etwas nicht stimmt, weil dein Wunsch zu prägend für die Situation war. Dieses Tier muß auch nicht das einzige sein und bleiben - im Laufe deines Lebens kann ein bunt gemischtes Rudel mit dir sein, und bestimmte Tiere können spezielle Entwicklungsphasen symbolisieren und begleiten. Wichtig ist nur dein gutes Gefühl, und Grenzen setzt du dir hier höchstens selbst. Ich wünsche dir angenehme Tierfreundschaften!
(von www.spiritproject.de)

Der Natur begegnen - schöne Rituale

Wenn wir etwas nehmen, sollten wir auch etwas zurückgeben. Damit zeigen wir Achtung und Ehrerbietung. Deshalb ist das Schenken ein schönes und mächtiges Ritual, um sich in den Kreislauf der Natur einzuordnen.

Einige Vorschläge für die Begegnung mit der Natur:

1. So oft wie möglich zum selben Ort zurückkehren, um eine Beziehung zu ihm aufzubauen.

2. Ein Geschenk mit einem inneren "Dankeschön" hinterlassen und um Erlaubnis bitten, wiederkehren zu dürfen. Geschenke können z.b. Eicheln, Kastanien, Kristalle, bunte Kieselsteine, besondere Blätter, getrocknete Kräuter, Blüten und andere Naturobjekte sein. In Tiergärten sind Geldspenden günstig. Zivilisationsobjekte dagegen stören nur.

3. Abfall wie Papier, Dosen usw. in einer Plastiktasche aufsammeln und der Natur so einen direkten Dienst erweisen.

4. Zum Kreislauf des Schenkens gehört auch das Empfangen. Das bedeutet, alles aufzunehmen, was die Natur uns gibt, in dem wir hören, riechen, beobachten und erspüren. Zur Ruhe kommen und uns selbst als Teil der Natur empfinden.

5. Tiere immer zumindest mental um Erlaubnis bitten, wenn wir sie beobachten. So entsteht ein größerer gegenseitiger Respekt, der die Erfahrung bedeutsamer macht.

6. Sich bedächtig bewegen. Langsame Bewegungen, die nicht aufscheuchen oder verschrecken sind ein Geschenk für die Tiere.

7. Wenn man sich als Teil der Natur fühlt, dann werden auch die Vögel und alle sonstigen Tiere einen als Teil der Umgebung akzeptieren, näher herankommen und als Gegengeschenk mehr von sich zeigen.

Mittwoch, 21. November 2007

Auszüge aus "Die Kabbala im Traumleben des Menschen" von Friedrich Weinreb - Teil 3 - Traumdeutung Mann/Mensch, sterbendes Tier, Tod

Wie hast du den Mann im Traum gesehen? Wenn er einen Beruf repräsentierte, dann bedeutet es, du neigst zur Spezialisierung, der Mann in dir ist gespalten. Im Leben kann man auf viele Arten gespalten sein. Einer sagt zum Beispiel: Ich bin nur Bibelforscher. Das ist sogar eine ganz grausame Spezialisierung, würde ich sagen. Ein anderer möchte nur Naturforscher oder nur Wirtschaftsfachmann oder nur Sozialpsychologe sein. Heute spricht man ja auch besonders gern jemandem die Kompetenz für andere Gebiete ab - dies vor allem auch sich selbst. Aus lauter Verzweiflung gibt man sein Menschsein auf. Von einem Weisen wird gesagt, er kenne alle 70 Wissenschaften, alle 70 Sprachen. In unserer Zeit der Rekordsucht denkt man dann gleich an Sprachgenies - übrigens oft sehr beschränkte Leute. Die 70 Sprachen aber - damit ist gemeint: Er versteht die Arten, wie alles sich äußert; versteht jeden Menschen, wie immer er sich gibt. Du sollst, heißt es, die Bereitschaft haben, jeden verstehen zu wollen, wie immer er auch zu dir spricht... ...Ein Herr im Traum ist eben nur einer, der alles hat. Wenn ein Mann im Traum als einer erscheint, der bestimmte Aufgaben zu erledigen hat, dann ist er nicht Herr. Wie auch einer, der ein schwarzes Gewand trägt und predigt, noch lange nicht Priester ist - im Traum wie im Leben. Priester ist er nur, wenn er dir Antworten auf alle Fragen gibt, die du je stellen könntest; als solcher Ruhepol könnte er dir auch im Traum erscheinen. So wird gesagt: Siehst du einen Herrn, einen König, einen Priester im Traum, dann ist es gut. Du hast die Sehnsucht zur Totalität. Sind es Menschen, die dir in Berufen erscheinen, dann bist du selbst irgendwie degradiert, du hast eine Kain-Neigung. Das ist natürlich nie eine Festlegung für immer; in dem Moment bist du vielleicht so, im nächsten schon kannst du anders sein...

...Das Enden eines Tieres im Traum: Die Existenz des Menschen endet in Phasen. Schlaf und Tod, heißt es, sind im Prinzip identisch: 60 mal der Schlaf ist der Tod. Schon die Zahl, die hier genannt wird, macht klar, daß der Schlaf nicht zum Horizontalen, zum Kausalen gehört. Du schläfst ein, kannst nichts dazu tun. Der Schlaf ist im Leben eine Ausschaltung; danach wirst du wieder wach. »60 mal« bedeutet: die 6 Tage der Schöpfung in der Ebene der Gegenwart, der Zehner. Die Einerebene ist die Vergangenheit in den Tiefen deiner Erinnerung, die Hunderterebene ist das Künftige. Hier im Diesseits, will das »60 mal« sagen, ist Schlaf und Tod die gleiche Erfahrung; du gehst nicht fort, dein Ich bleibt. Schlaf und Tod entsprechen Traum und Prophetie. Die Prophetie kommt dir, wie der Traum dir kommt. Durch Konzentration oder Studium oder sonstige Anstrengungen sind prophetische Visionen nicht zu erlangen. Im Hebräischen trägt das Wort für Prophetie den Begriff des Kommens in sich. Hier im Leben schon erlebst du das Jenseitige...
...Das Töten der Tiere zum Essen des Fleisches wird vom Menschen, der das Leben und die Welt nur in den engen Grenzen von Leben und Tod kennt, oft sentimentalisiert. Es sei grausam, sagt man dann, das Tier dafür umzubringen. In den Traumdeutungen aber heißt es: Das Tier sehnt sich danach. Das Tier, das auf dem Berg Moria bereitsteht - wie unser Körper bereitsteht - möchte gern geopfert werden. Das ist auch der Grund, warum der Körper älter und schwächer wird. Das Erlebnis des Körpers ist diese Sehnsucht, »korban« zu sein, dorthin zu kommen. Der Körper spürt, daß er aus dem Gesetz in die Freiheit kommt. Immer wieder auch liest man in Berichten von Leuten, die klinisch tot waren, aber wieder ins Leben zurückkehrten: »Ich sah meinen ganzen Körper, alle Funktionen, nur die Schwere war nicht da, der Druck fehlte, es war leicht.« Die Tiere, sagt man, kommen herbei und bieten sich zum Opfer an. Das Tier wartet auf den Menschen, der Körper sehnt sich nach der Erlösung durch den Menschen. Wenn der Mensch es schlachtet, bedeutet es, daß es ihm nun eine Freude ist. Deine körperliche Existenz wird dir zum Zeichen deiner Persönlichkeit, deines Ichs, das bleibt. Du bist nicht mehr Tier, sondern erfährst dich selbst...

...In allen Traumbildern sollten wir das Ewige suchen, denn sie kommen uns doch aus der Vertikale. Die Sicht der Horizontale, an die wir hier gewöhnt sind, ist, könnte man sagen, eine prinzipielle Fehlerquelle. Oft sehen wir das Leben nur als ein Leben in den Grenzen der Zeit: »Gelebt hat er von dann bis dann«, vorher nichts und nachher nichts, die Vertikale wird ausgeschaltet. Nun sind aber der Schlaf mit dem Tod und der Traum mit der Prophetie verbunden; alle Träume also sind prophetische Bilder. Mißverstehen Sie bitte Prophetie nicht im Sinne einer nützlichen Vorhersage. Prophetie ist eine Mitteilung aus dem Sein. Auch der Traum kommt aus dem Sein, daher manifestiert er sich im menschlichen Verhalten. Was der Mensch denkt und tut, ist eine Manifestation in der Horizontale dessen, was aus der Vertikale zur Befruchtung der Horizontale gegeben wird. Die Vertikale ist das Männliche; das Horizontale, die Zeitlinie von Ort zu Ort, wird das Weibliche genannt. Vom Vertikalen wird das Weibliche befruchtet; die Befruchtung aber ist nicht so, daß das Weibliche sich um die Heranzüchtung des Kindes kümmern müßte. Es kommt von selbst, oder es kommt nicht. Die Züchtungsversuche, das ständige Untersuchen und genaue Schauen, wie es sein wird, verhindern das Kind, es kommt gar nicht zustande. Das Traumleben geschieht schon währe während des Tages. Wenn es aber nicht im Geschehen aufgeht, wenn du dich an etwas erinnerst, dann, sagt man, bedeutet es: Der Prophet spricht, und die Worte des Propheten sind aufgeschrieben. Man erzählt in der Überlieferung: Unendlich vieles haben die Propheten gesprochen, aber nur die wenigen Kapitel in der Bibel sind erhalten; es sind die Träume, die in der Erinnerung bewahrt blieben. Lies deshalb, heißt es, einen Traum, der in deiner Erinnerung bewahrt blieb, wie ein prophetisches Buch. Niemals kannst du es in der Absicht lesen, Nutzen für dich davon zu haben....

...In allen Träumen, in denen du Freude erlebst, ist der Tod weggenommen. Der Gesalbte ist das Erlebnis der Freude. Nie kannst du, heißt es, von Erlösung sprechen und dabei düster dreinschauen. Dann ist es nicht wahr, dann lebst du in einem Zwang. Jeder ist irgendwo auf dem Weg. Niemals kannst du wissen, wo der andere gerade ist...
...Bist du den Tag über aufgeräumt, gelassen und gehst du ein auf alles, was auf dich zukommt, dann weißt du aus deinem Verhalten, daß du von der Freude geträumt hast...
...Bist du gedrückt und sorgenvoll den Tag über, hast du im Traum wohl auch keine Freude erlebt, sie wäre sonst gewiß ins Verhalten durchgekommen. Ein freudiges Verhalten aber löst und erlöst vieles. Es ist unmöglich, dem Erlöser anders als in Freude zu begegnen.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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Buch-Schätze für befreites Denken


Serge K. King
Der Stadt - Schamane.


Friedrich Weinreb, Christian Schneider
Kabbala im Traumleben des Menschen

Musik-Schätze


Eine Reise entlang der Seidenstraße
A.R. Rahman: Between Heaven and Earth

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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Zuletzt aktualisiert: 6. Jul, 21:24

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