Mehrere hölzerne Bankreihen wie in einer Schule, auf denen da und dort jemand sitzt. Ich bin noch fast völlig unbewußt oder konzentriert auf irgendetwas, während Charlie Sheen neben mir steht und irgendwelche Sprüche klopft, auf die ich aber kaum achte. In einen höheren Grad Traumbewußtheit tauche ich erst auf, als ich sehe, daß meine Orthopädin vor mir in der Reihe sitzt und uns beobachtet hat. Sie stellt in einem Satz fest, daß Charlie Sheen mich anbaggert und ich sein Liebling bin. Weiter sagt sie, daß sie mich sprechen müsse. Wie? Was? Charlie Sheen baggert mich an? Und ich bin sein Liebling? Und woher weiß sie das? Erst jetzt nehme ich ihn so richtig neben mir wahr. Aber weshalb will sie mich eigentlich sprechen? Mysteriös...
Auch diesmal gab es wieder Geschenke. Viele Geschenke von Dieter Bohlen. Allerdings waren die nicht speziell für mich, sondern von ihm abgelegte und ungenutzte Dinge, die er mir überließ mit den Worten: "Mach was draus." Einige der Gegenstände waren teilweise vergoldet. Eine Frau bemerkte dies und schien eine kritische Meinung dazu zu haben, daß er mir wertvolle vergoldete Dinge überläßt. Auf ihre Reaktion hin sage ich, daß Dieter Bohlen bestimmt nicht zu Hause sitzt und das Gold von all den Sachen kratzt, die er verschenken will. Insgeheim amüsiert mich diese Vorstellung.
Lange Ausflüge durch die Nacht. Zuerst alleine auf der Suche nach dem richtigen U-Bahn-Aufgang. Daß ich den falschen erwischt habe, bekomme ich erst mit, als sich das Tor des entsprechenden Aufgangs langsam senkt, bis nur noch ein schmaler Spalt über dem Boden offen ist. Wenn ich nicht mehr herauskomme, bin ich eingeschlossen.
Später mit früheren Klassenkameraden, besonders N.B., Ausflüge an der U-Bahn-Linie und einem Zaun entlang. Ein schwindelerregendes, buntes Klettergerüst, eine riesige Kirche mit winzigen Fenstern, die fast wie ein Bollwerk wirkt. An einem versteckten Pfad hinter dem Zaun stehen die Stühle und Bänke aus der Wohnung von Sigmund Freud wie Ruheplätze am Wegesrand. Dunkles Holz mit netzartiger Bespannung und Ovalen als Schmuck, in welchen Zahlen stehen. Sigmund Freud selbst spaziert mit Zylinder und Gehstock in der Gegend umher. Aber wenn wir uns auf seine Möbel setzen, wird er irgendwann kommen und mit uns sprechen. Also tun wir das.
Mit einer Person, die ich im Traum ganz selbstverständlich für Jesus halte, in einer kargen und fast vollständig leeren Lehmhütte. Ich biete ihm an, sich auf den Boden schlafen zu legen, es ist mir allerdings etwas peinlich, daß ich nichts anderes als den Boden anzubieten habe. Nicht gerade sehr gemütlich. Doch ihn scheint das nicht zu stören. Er schaut den Lehmboden an und macht eine Bemerkung in der Art, als wäre der Lehmboden zum Schlafen hervorragend geeignet. Jetzt gilt es noch eine Suppe für ihn zu organisieren. Dazu brauche ich ein Gefäß, welches ich außerhalb der Hütte suche. Ich finde ein blaues Schüsselchen, gerade einmal so groß wie ein Aschenbecher. Satt wird man daraus nicht, aber besser als gar nichts. Eine richtige Eßschüssel ist wohl nicht aufzutreiben. Doch Sorgen mache ich mir deshalb keine mehr, denn mein Gast, der er anscheinend ist, wirkt nicht so, als stelle er hohe Ansprüche.
Traumfragmente mit einer Blaumeise, die ziemlich anhänglich ist und ein Stück Weg mit mir fliegt, sowie drei langsam in der Luft schwebenden tellergroßen Schmetterlingen.
Bemerkung: Das erinnert mich an das Tischgebet aus meiner Kindheit "Komm Herr Jesus sei du unser Gast, und segne was du uns bescheret hast. Amen."
In einem betrieblichen Fitnessstudio, wo der Vorraum gleichzeitig als Aufenthalts- und Warteraum, sowie als Bar genutzt wird. Ich warte dort auf irgendetwas und meine Mutter sitzt etwas entfernt hinter einem Tisch mit Umzugskartons hinter sich und wartet ebenfalls auf jemanden, der mit dem Auto zurückkommen wollte. Ich gehe zu ihr hinüber und entdecke auf dem Boden einige als Geschenke eingepackte herzförmige Pralinenschachteln. Es sieht so aus, als wurden die extra so hingelegt, daß jeder sich eine mitnehmen kann, aber ich bin mir nicht sicher deshalb und lasse sie liegen. Mit meiner Mutter redend, entdecke ich den Papst neben ihr hinter einer Abschirmung sitzend. Als er bemerkt, daß ich ihn sehe, greift er sich einen Kinderschokolade-Weihnachtsmann, der auf dem Tisch liegt, packt ihn halb aus, legt den Kopf zurück und schiebt sich den Kopf des Schokomannes in den Mund um abzubeissen. Dies alles ein wenig inszeniert und um Aufmerksamkeit zu erhalten. Meine Mutter hat ihn hinter der Abschirmung jetzt auch entdeckt und geht vor Kichern über diesen Anblick fast in die Knie. Jetzt beginnt mir der Papst etwas zu erzählen, das nicht so leicht zu verstehen ist, da er die schleppende Sprache Wojtylas hat. Das Gesicht und die Augen sind jedoch die Benedikts. Er traue sich nicht so richtig, so etwas zu essen. Nun ja, dies scheint nicht schlimm zu sein, schließlich hat er ja bereits abgebissen. Anscheinend sucht er einfach ein Gespräch, weil er sich hinter der Abschirmung einsam fühlt, also höre ich zu, nicke und frage schließlich: "Aber schmeckt doch, oder"? "Oh, jaaaa." antwortet er mit seiner dunklen Stimme.
Eine Hardrock-Musik-Veranstaltung, bei welcher junge, noch unbekannte Bands auftreten. Die Räumlichkeiten sind nicht groß, etwa so wie eine größere Disco. Ein neues Lied wird gleich gespielt und ich werde extra vorgewarnt: "Achtung, es wird laut!" Wird es aber gar nicht und auch sonst ist es eher ein leiser Traum, in dem ich mich nun in enger Umarmung mit Billy Idol wiederfinde. Wir sind auf einer Tanzfläche allein, nur umstanden von einigen neugierigen Zuschauern. Vielleicht tanzen wir, vielleicht stehen wir auch einfach so da, man weiß es nicht. Sicher ist jedoch, daß wir ein Paar sind und viel mehr darüber hinaus. Es ist nicht nur, als seien wir körperlich miteinander verwachsen, sondern unsere Empfindungen und Schmerzen ebenfalls. Wir gehen denselben Leidensweg, denn Billy Idol hat tägliche quälende Rückenschmerzen. Und dies macht aus uns etwas, wie man es lapidar "ein Herz und eine Seele" nennt, etwas, das aus einer tiefgreifenden Verbundenheit jeder Zelle, jeden Gefühls und Gedankens heraus nicht zu trennen ist. Im Hintergrund läuft aus der Konserve eines seiner Lieder, welches aber ausschließlich als eine fast lautlose Melodie zu hören ist und dabei wie die Vision eines Filmes auf einer Leinwand vorüberschwebt. Es erzählt von Sommer und es scheint beinahe, als sei es unser gemeinsames Abschiedslied, da der Weg, den wir zusammen gehen, zusammen zu gehen beschlossen haben, uns von diesem Leben wie wir es jetzt führen, fortführt.
Meine Mutter ist vorübergehend in ein großes Hotelzimmer mit hoher Decke gezogen. Da es renovierungsbedürftig ist, hat sie meinen Cousin gebeten, es zu renovieren und auch ich helfe dabei mit. Allerdings kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wieso sie das Zimmer, wenn sie bald wieder auszieht, auf eigene Kosten renovieren will, wenn eigentlich das Hotel dafür zuständig ist, aber egal. Ich habe die letzte Nacht im noch baustellengleichen Zimmer verbracht, in einem Bett, das bereits in die Ecke gestellt worden ist, und trage ein pinkfarbenes T-Shirt mit einem dunkelblauen Druck, dazu ein passendes dunkelblaues Armband an meinem linken Handgelenk. Mein Cousin kommt ins Zimmer und um mich zu ärgern setzt er sich auf mich drauf und imitiert mit seinen Augen ein Zucken, so wie es wohl an meinen Augen zu sehen ist, wobei ich ihm meine Faust in die Seite stemme. Während der kleinen Rangelei habe ich Gelegenheit, genauer sein Gesicht betrachten. Es mutet fast türkisch an, mit einem gepflegten schwarzen Vollbart, dabei sind seine Augen jedoch statt braun, wie normalerweise, so grün wie meine. Etwas später sind wir alle gemeinsam auf den Weg in ein Restaurant, da wir nach der Arbeit Hunger haben. Unterwegs werde ich von einem Ordnungshüter angehalten, der mich fragt, ob ich auch die vorgeschriebenen Waffen bei mir trage. Ab einem gewissen Alter ist dies nämlich Pflicht und die Waffen dafür gibt es auf Rezept aus der Apotheke. Blöderweise habe ich zwar das Rezept für Pfefferspray eingesteckt, es aber noch nicht eingelöst. Der Ordnungshüter will Ärger machen und meint, daß wir im vor uns liegenden Restaurant ohne die Waffe sicher keinen Einlaß finden, aber der Inhaber des Hauses ist überraschend kulant und meint, es ginge auch ohne Pfefferspray. Auf dem Hinterhof der Gaststätte suchen wir uns ein Plätzchen im Freien und rücken einige Garten-Klappstühle an einen Tisch. Da die Stühle lange nicht benutzt wurden, tummeln sich jedoch an den Lehnen Schnecken, seltsame Moränen und ähnliches Getier. Ich wage mich nicht hinzusetzen und nehme Abstand, dabei bemerke ich in der Luft etwas, das wie ein Glühwürmchen aussieht, aber viel größer und aus echter leuchtender Glut. Ehe ich mich versehe, fliegt es zu mir und fällt genau auf meinen Kopf.
Bemerkung: Ich weiß zwar nicht, welches Lied von Billy Idol es war, aber dieses würde am besten passen und ich kannte es bisher noch nicht - Summer Running
Dieter Bohlen macht eine neue Fernsehsendung, in welcher er in die Wohnungen von Leuten geht und diese umgestaltet. Auffällig ist, daß danach in den Lichtschaltern der Wohnung überall minikleine Handys eingebaut sind. Ich bin als Helfer in der Fernsehsendung tätig und finde mich im höchsten Fenster eines vierstöckigen Mehrfamilienhauses wieder. Zuerst bin ich etwas verwirrt, denn was mache ich hier mit meiner Höhenangst? Als Dieter Bohlen und ein Moderator an einem Seilzug an mir vorbeischwingen, fällt es mir wieder ein. Ich bin dafür zuständig, die Seilzüge zu betätigen und sowohl Dieter Bohlen als auch den Moderator hinaufzuziehen oder herunterzulassen. Der Clou der Sendung ist nämlich, daß die Sendungscrew nicht durch die Tür kommt, sondern über das Fenster in die Wohnung einsteigt. Sogar eine Handwerkertruppe fliegt in einem Bus an einem anderen Seilzug an mir vorbei. Sobald mir die Verantwortung meiner Aufgabe bewußt wird, werde ich sehr angespannt, und versuche, obwohl ich lieber vom Fensterbrett flüchten würde, da mir die Höhe Angst macht, der Tätigkeit mit höchster Konzentration nachzukommen. Vorsichtig probiere ich, ein Gefühl für beide Seile zu bekommen und ziehe sie erst etwas nach oben und lasse dann sachte nach, um beide herunterzulassen. Um mich selbst festzuhalten, muß ich ein Seil jedoch einen Augenblick loslassen. In diesem Augenblick löst sich der Knoten der Seilschlinge um Dieter Bohlen und er stürzt vier Stockwerke in die Tiefe. Entsetzt blicke ich ihm hinterher. "Ich bin schuld am Tod von Dieter Bohlen!" höre ich mich laut ausrufen. Ich habe versagt, man hätte mir diesen Job nicht geben dürfen. Niemand kann sich auf mich verlassen, selbst wenn ich mir Mühe gebe, stelle ich völlig niedergeschlagen fest. Doch jemand von der Crew neben mir am Fenster erhebt sofort mit Bestimmtheit Einspruch: "Nein, du bist nicht schuld. Es war ein Unfall!" Meine Gefühle sind gemischt. Auch wenn sich der Knoten gelöst hat, war der Grund dafür vielleicht trotzdem, daß ich das Seil losgelassen habe. Warum hätte es sonst im selben Moment geschehen sollen?
Ein abgetrennter menschlicher Kopf befindet sich in meinem Müllsack. Ich habe ihn dort hinein getan, bin mir aber nicht sicher, ob ich das wirklich machen kann. Ob man ihn im Müllkombinat findet und die Spur bis zu mir zurückverfolgen kann? Ich mein, ich bin mir zwar keiner Schuld bewußt, da ich mich nicht erinnern kann, irgendjemanden ermordet zu haben, ich weiß auch gar nicht, wie der Kopf in meine Wohnung gekommen ist, aber das glaubt mir schließlich niemand, wenn man ihn in meinem Müll findet. Verzwickt.
Eine Unterrichtsgruppe, die Dieter Bohlen leitet. Wir sitzen dabei alle im Kreis und unsere Abschlußarbeit besteht aus einem gebackenen Stollenhaus mit weißbestäubten Dach, welches wir zu zweit anfertigen. Überraschenderweise hat Dieter Bohlen an mir und meiner Leistung nichts auszusetzen.
Bemerkung: Früher hat Reich-Ranicki in meinen Träumen den Unterricht geleitet. So kann es gehen. Aber der hatte immer was an mir auszusetzen.
Ich liege im Wandklappbett meiner Kindheit und erfahre durch irgendjemanden, daß ich auserwählt wurde, durch Roland Kaiser eine Massage zu erhalten. Upps, na so eine Überraschung! Wahrscheinlich ist das eine neue PR-Strategie. Nun bin ich zwar nicht unbedingt Fan von Roland Kaiser, aber mein Gott - etwas Besonderes ist das schon. Sowas erlebt man nicht alle Tage. Also warum nicht? Ich warte also im Bett auf Roland Kaiser und male mir aus, wie ich ihn begrüßen werde (schließlich ist man ja bei Prominenz doch etwas aufgeregt). Er allerdings tauchte weder in diesem noch in den nächsten Träumen auf. Wahrscheinlich hatte er es sich anders überlegt. :-P
Ich bin beim Gefäßchirurgen Doktor T. und wundere mich im Traum selbst über mich, daß ich da nochmal hingegangen bin. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dort nie wieder einen Termin zu machen, aufgrund der unterschwelligen, zwar maskierten, aber trotzdem spürbar unangenehmen Verhaltens von Doktor T.
Ich habe eine Vorschau auf Madonnas neuen Film gewonnen. Es ist ein Tanzfilm mit dem Titel "ZIcke". Im Trailer sieht man Madonna in einem roten T-Shirt mit Aufschrift herumtanzen.
Irgendwo in arabischen Ländern, wo Hunde Grapefruits fressen.
~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~
(Hiob 33,13-16)
Schlafzimmerkunst
An den Mülltonnen ein ausrangiertes tischgroßes...
zuckerwattewolkenmond - 13. Mai, 16:01
Dimensionen
~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~
(Tschuangtse, chinesischer Philosoph)
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Zuletzt aktualisiert: 17. Mai, 16:48