Wasserträume
Mein Partner, eine seltsame Mischung aus zwei Ex-Freunden, hat mich zu meiner Zahnärztin begleitet und im Wartezimmer während der Behandlung ausgeharrt. Wieder zu Hause sitzen wir beieinander, unterhalten uns, während ich die Hose ausziehe, wobei mir meine schneeweiß leuchtenden Beine auffallen. Er erzählt mir, daß er an den Geräuschen, die während des Schleifens der Zähne entstanden sind, hören konnte, daß meine Zahnärztin eine sehr gute und akkurate Arbeit leistet. Hm, merkwürdig, wie er darauf kommt, dies aus den Schleifgeräuschen heraushören zu können, aber andererseits beruhigt es mich, daß er diesen Eindruck hat.
Ein Wellnesscenter mit Sportangeboten und einem Thalasso-Pool. Ich möchte in das mit dunklen Algen versetzte Wasser steigen und erfahre, daß dieses 52 Grad Wassertemperatur hat. Ist das nicht etwas viel? Da verbrüht man sich ja! Doch als ich mit dem Fuß vorteste stelle ich fest, daß das Wasser eher zu kühl als zu heiß ist.
Eine Prozession von japanischen Mönchen tippelt in den typischen japanischen Holzsandalen in Zweierpaaren voran, ich selbst und eine zweite Frau neben mir tippeln mit. Hinter mir höre ich Stimmen der männlichen Mönche, die sich darüber beschweren, daß Frauen dies erlaubt wird. Anscheinend leben die hier noch auf dem Mond, denke ich verärgert. Doch sogleich merke ich auch, daß mir die Schritte viel zu klein sind. Mit meiner Größe und den langen Beinen ist es wirklich mühsam, dieses Schritttempo mitzumachen und ich schaffe es nicht, ohne aus der Reihe zu tanzen. Schließlich habe ich genug und springe einfach mit großen Schritten seitlich aus der Prozession. Wenn sie sowieso keine Frauen wollen, kann ihnen das ja nur recht sein und ich kann mich endlich normal bewegen.
Ein Duschraum mit Duschen, die an den Wänden entlang stehen, und auch in der Mitte in einigen Reihen angeordnet sind. Sämtliche Duschen sind aufgedreht und aus ihnen strömt angenehmes warmes Wasser. Das weiß ich, weil ich damit bereits teilweise in Berührung gekommen bin. Jetzt würde ich mich gerne ganz hinunterstellen und waschen, in der Hand halte ich schon ein großes Stück helle Seife, allerdings habe ich Bedenken wegen der Haare. Die werden dann auch naß, sind aber gerade frisch gestylt. Vielleicht kann ich mich ja irgendwie halb unter die Dusche stellen und den Kopf seitwärts halten. Von oben fällt ein graues unförmig kugeliges Ding herunter, ungefähr wie ein grauer Luftballon aussehend, das sich wie ein Ball verhält, mal hier und mal dorthin springt und rollt. Über mir und den Duschen wie in einer riesigen Seifenschale schwebend ein älterer Mann mit strengem Blick. Empört strecke ich ihm das kugelige Ding entgegen und rufe: "Hör gefälligst auf mir dauernd den Teufel vor die Füße zu werfen!" "Den Teufel?" fragt er ziemlich unbeeindruckt. "Na det hier! Det isser doch, oder nich?" meine ich rein rhethorisch und ziemlich ärgerlich.
Ein hoher, sich nach oben verjüngender Turm, vielleicht auch mehr ein Schornstein mit vier Wänden, denn oben gibt es kein Dach, sondern nur eine Öffnung. Ich befinde mich mit einer Masse anderer Menschen eingeschlossen in diesen Mauern. Von oben fallen Gegenstände in die Öffnung auf uns herab, als würde jemand sie hereinwerfen. Ich greife mir zwei davon, es sind ein Schwert und ein Schild (?), nicht sehr schwer, was gut ist, denn als Erste beginne ich nun beherzt den Aufstieg bis zur Öffnung. Dazu benutze ich ein Seil, nehme aber auch das Schwert und das Schild mit, und glücklicherweise gibt es an der Mauer größere Vorsprünge und sogar ganze Plattformen, die das Klettern erleichtern. Die anderen Menschen am Boden zollen mir für meine Idee und meine mutige Vorhut hörbar Anerkennung und folgen mit einigem Abstand. Nach einer größeren Strecke, die Öffnung aber immer noch weit entfernt, treffe ich auf eine ausgedehntere Plattform und beschließe, hier erst einmal still liegen zu bleiben, da ich nicht schwindelfrei bin, und zu warten, bis die anderen mich eingeholt haben. Doch ich entdecke in der Mauer einen Zugang zu einem Raum mit gemauertem Swimmingpool und etwas versteckt noch einen zweiten identischen Raum mit identischem Swimmingpool. Ich begebe mich in das zweite, etwas versteckte Wasserbecken, weil ich denke, daß dieses nicht so schnell gefunden und überlaufen wird. Hier lasse ich mich nackt im Wasser treiben, außer mir ist nur noch ein seltsames Tier im Wasser, das auf den ersten Blick aussieht wie ein Hund. Jedoch stimmt etwas nicht, das Hundeaussehen ist künstlich und ich bemerke, daß darunter ein ganz anderes Tier steckt. Der Hund ist nur Verkleidung oder Maske und als ich sie wie einen Kaffeewärmer abreiße, kommt ein Murmeltier (oder doch Wasserratte?) zum Vorschein. Es springt auf den steinernen Beckenrand und schaut mir von dort vergnügt zu. Nun strömen einige der Nachzügler in den Raum, auch sie bleiben auf dem Beckenrand stehen und schauen mich an, als wäre ich ihr Held. Doch sie betreten nicht das Wasser, entweder aus Respekt oder um meine Privatsphäre zu wahren. Schließlich bin ich nackt.
Habe einen goldenen Schlüssel in ein Klo fallen lassen, welches ungefähr doppelt so hoch ist, wie ein normales, und in dem auch ungefähr so hoch das braune Wasser steht. Beherzt greife ich hinein um den Schlüssel zu suchen, finde ihn aber nicht mehr. Eine ehemalige Klassenkameradin kommt mir zur Hilfe, doch der Schlüssel taucht nicht wieder auf.
Bemerkung: Der sprichwörtliche Griff ins Klo, wer sagt's denn... Paßt!
Auf Klassenfahrt suche ich das große Gemeinschaftsbad auf, welches mit den groben Kacheln und großen Waschbecken an eines auf einem Zeltplatz erinnert, um mir das Gesicht frisch zu machen. Beim Aufdrehen eines seltsamen Wasserhahns springt mir gleich wie aus einem Schlauch eine kalte Wasserdusche entgegen. Wow, das ist toll! Ich bekomme Lust, ganz zu duschen und stelle mich in eines der offenen Duschabteile. Genüßlich lasse ich das kalte Wasser über meinen Körper fließen. Wahnsinn! Obwohl ich weiß, daß das Wasser definitiv eiskalt ist, spüre ich die Kälte zu keiner Minute. Es ist einfach nur angenehm und erfrischend. Da könnte man glatt zum Kaltduscher werden.
Eine Spielrunde mit einem Dame(?)-Spiel und mehreren Kollegen, unter ihnen auch die ehemalige Kollegin D.B. Zunehmend bemerke ich während des Spiels eine ziemlich herrische Art an ihr, welche mich mir mißfällt. Komisch, daß mir das früher nie aufgefallen ist.
Überschwemmung auf dem Bahnsteig:
Eine Seite des Bahnhofs ist von tiefen Pfützen bedeckt. Ich feuchte ein weißes Papiertaschentuch darin an, wozu ich es brauche, weiß ich selbst noch nicht. Die S-Bahn fährt ein und der gesamte mittlere Teil des Bahnsteigs ist so voller Wasser, daß es unmöglich ist, trockenen Fußes in den Zug einzusteigen. Während ich noch überlege, wie ich in den Zug kommen kann, ohne naß zu werden, fährt dieser einfach weiter und hält einige Meter hinter dem Bahnhof. Es muß mir entgangen sein, daß man woanders warten soll, und so schnell schaffe ich es nicht bis dorthin. Bevor ich den Zug erreiche, ist er abgefahren. Pech gehabt - jetzt muß ich auf den nächsten warten.
Die Vampyr-Party:
Ich befinde mich mitten in einer Versammlung vieler Vampyre. Blasse und blutunterlaufene Gesichter um mich herum, die einzelnen Vampyre sind jedoch sehr unterschiedlich. Da gibt es vornehme Gestalten in schwarzen Umhängen, die an Graf Dracula erinnern, aber auch ganz unscheinbare, die ansonsten wie normale Menschen aussehen. Zwischen ihnen halte ich so eine Art tänzerisches Mimikry ab, indem ich mich mit furchteinflößenden Bewegungen extra groß mache und mich als der schlimmste Vampyr von allen aufführe. Während meines Tanzes gebe ich ihnen symbolhaft und durch geschickte Andeutungen zu verstehen, daß mein Blut hochgradig giftig ist. Die Vampyre schauen mich mit großen Augen an und wissen anscheinend nicht so recht, was sie von mir halten sollen. Doch mein Abschreckungsmanöver wirkt - sie halten sich fern von mir.
Herbe Kritik von ehemaligen Kollegen des Bereiches A und meiner ehemaligen Deutschlehrerin Frau I., die dort ebenfalls zu tun hat. Worum es ging, habe ich vergessen.
Zwei nebeneinander liegende abgebrannte Streichhölzer. Ich beseitige die verkohlten Überreste. Die damit entzündete Kerze liegt in den letzten Zügen und die Flamme versucht noch einmal das Sterben zu verhindern, indem sie wild um sich greifend nach anderem Brennmaterial sucht.
In einem Spiegel betrachte ich mein Gesicht. Die Augenbrauen sind auffällig dünn, dünner als sonst, aber sehr gleichmäßig und schön geschwungen.
Mein altes Kinderzimmer. Unter dem Fenster entdecke ich einen großen Wasserfleck. Als ich ihn berühre, bemerke ich, daß der Teppichboden voll mit tropfender Nässe ist. Hm, wo könnte das Wasser hergekommen sein? Suchend schaue ich mich um, will die Herkunft des Wassers rekonstruieren. Da, auf dem Fensterbrett auch Wasser! Ich öffne beide Fensterflügel weit und dann wird mir klar, daß es nachts geregnet haben muß und das Fenster ziemlich undicht ist. Erst überlege ich, ob ich neue Fenster bräuchte, aber die will ich eigentlich nicht. Vielleicht reicht es, ein Abdichtband einzuarbeiten. (Neptunische Durchlässigkeit? Wo bekomme ich das Abdichtband her?)
Im Büroraum nebenan sind mein Kollege K.F. ein mir unbekanner Mitarbeiter. Beide haben heute Geburtstag, na sowas. K.F. freut sich sehr, mich zu sehen und kommt in mein Zimmer herüber. Wir spielen ein Computerspiel, bei dem man mit etwas auf den Bildschirm werfen muß. Es erinnert an Dart.
Auf einem Spreewaldkahn ohne Bänke liege ich in einer Reihe mit anderen Leuten. Der Kahn ist so breit, daß man bequem mit der Körperlänge hineinpaßt und wir liegen aufgereiht wie die Heringe. Mein Platz ist direkt an einem Ende des Kahns. Wir haben Decken bekommen, da die Sonne zwar angenehm scheint, aber noch nicht viel Kraft hat. Anscheinend ist es Frühling. So können wir Gesicht und andere Körperteile von der Sonne bestrahlen lassen, uns aber auch in die Decken mummeln, wenn es zu kühl wird. Ich spüre am ganzen Körper, wie sich der Kahn von der Kaimauer löst und langsam auf das Wasser hinausgleitet. Ein sanftes beruhigendes Schaukeln zeigt an, daß wir frei auf dem Wasser fahren. Ein leises Plätschern begleitet die Fahrt. Es ist so schön, sich vom Wasser wiegen zu lassen und dabei das Gesicht in der Sonne zu wärmen! Die meiste Zeit habe ich die Augen geschlossen und gebe mich ganz der Wärme und dem angenehmen Schwanken hin, das ein Kribbeln in der Bauchmitte verursacht. Als ich kurz die Augen öffne, sehe ich den Kahnführer neben mir stehen. Es ist mein Physiotherapeut. Er hat sich umgedreht und schaut mich tadelnd an, während er sagt, daß die Tränenflut dieses Jahr den Fluß hat besonders hoch ansteigen lassen. Ja, hallo? Ist das vielleicht allein meine Schuld? Schließlich liegen hier noch genug andere. Und auch wenn ich irgendwann beteiligt war, hatte ich wohl allen Grund dazu. Vor Empörung kullern mir tatsächlich ein paar Tränen über die Wangen. So! Jetzt hat er es geschafft! Jetzt gibt es wirklich eine Überschwemmung!
In einem Gebäude mit hohen weiten Räumen. Diese sind durch ebenfalls sehr hohe Flügeltüren voneinander getrennt. In einer Ecke des Raumes entdecke ich eine kahle Öffnung, aus der die Flügeltüren entfernt wurden. Ein seltsamer dunkel-phosphorisierender Schimmer dringt hindurch. Neugierig schaue ich in das Nebenzimmer und sehe mich dem Unterwasserleben eines nachtblauen Meeres gegenüber. Es muß ein tiefer Ozean sein, denn es dringt kaum noch Licht von oben herab, so daß ich viele Fische und Meeresbewohner nur als schwarze Schatten wahrnehme. Fast ein wenig unheimlich, zumindest überwältigend, fasziniert mich, einen Einblick in eine Welt zu haben, welche normalerweise unsichtbar bleibt, bzw. nur mit diversen Vorkehrungen betretbar ist. Andererseits wundert es mich ein wenig, daß überhaupt kein Wasser durch die Öffnung in den anderen Raum drängt. Physikalisch stimmt hier etwas nicht. Es ist, als wäre da eine völlig transparente Wand, welche das Wasser zurückhält. Nur deshalb werde ich von den Wassermassen an der Tür nicht überflutet. Wenig später ist es statt des Meeres eine riesige Weltkugel, welche man durch die Türöffnung erkennen kann, genauer gesagt nur einen kleinen Teil davon. Interessanterweise ist diese Weltkugel wie ein Globus beschriftet. Ich lese auf dem Teil, der für mich sichtbar ist, viele Namen um eine bestimmte Landmasse herum. Gleich darauf höre ich den Namen dieses Landes zusätzlich. Es will mir im Traum scheinen, als hätte dieser Teil der riesigen Weltkugel, der durch die Tür sichtbar ist, eine besondere Bedeutung und wolle mir etwas sagen. Nur was? Werde ich vielleicht eine Reise in dieses Land unternehmen?
Ich befinde mich nun draußen und schaue von weitem einigen Seglern auf einem großen Wasser zu. Sie steuern Boote mit bunten Fähnchen. Ich würde auch gerne ein Segelboot steuern und stelle mir das nicht schwer vor, allerdings warnt mich jemand, daß das Boot anfangs nicht zu groß sein sollte, damit ich es leichter unter Kontrolle halten kann. Gleich darauf finde ich mich mit anderen Menschen im Wasser schwimmend wieder. Es ist ein angenehmes Schwimmen und ich spüre dabei, daß das Wasser nicht allzu tief ist, da ich mit den Füßen ab und zu auf Grund stoße. Wenn ich wollte, könnte ich wahrscheinlich im Wasser stehen, aber das Schwimmen ist natürlich viel schöner, und wenn man sich dabei auch noch sicher fühlen kann, um so mehr. Seltsam finde ich nur, daß ein so großes Wasser in weiten Teilen nicht tief ist. Vielleicht erstreckt sich hier ja eine kilometerlange ausgedehnte Sandbank.
Bemerkung: Ich hatte etwas Sorge, daß ich in der (neptunischen) Euphorie den Boden unter den Füßen verliere, aber die Sorge scheint, wenn ich dem Traum glauben darf, unbegründet.
Einen kurzen, winzigen Moment dämmere ich weg und finde mich in klarem, durchsichtigen Wasser treibend wieder. Über mir blauer Himmel, um mich nur Wasser, das in der Sonne glitzert, dennoch scheint es ein Pool zu sein, zumindest macht das saubere Wasser diesen Eindruck. Und es ist angenehm kühl, ja, sogar kalt, aber ungemein belebend. Die Kühle dringt direkt in meinen Körper und schwappt als Welle durch ihn hindurch, um sich im Herzzentrum wie in einer Explosion zu zersprengen. Von diesem Energiestoß werde ich augenblicklich wieder hellwach.