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Berufsträume

Samstag, 26. Dezember 2009

Adventskalender und dekorative Schneeflocken (Januar)

Auf Arbeit gehe ich in einen Duschraum, wo schon die gesamte Büroleitung nackt dabei ist, sich einzuseifen. Ich selbst bin ebenfalls nackt und es ist mir etwas unangenehm, meinen mehr oder weniger Vorgesetzten so zu begegnen, weshalb ich mich beim Wasseraufdrehen ziemlich linkisch anstelle. Frau R. mustert ungeniert meinen Körper und fragt mich sehr direkt: "Wie alt sind Sie?". Eigentlich weiß sie ja, wie alt ich bin, aber wahrscheinlich kann sie es nicht glauben, weil mein Körper so wenig meinem Alter entspricht.

Auf einem öffentlichen Platz steht ein riesiger Adventskalender in Form eines haushohen LKWs. Da Weihnachten vorbei ist, kommen Männer, um den Adventskalender wieder zu entfernen, vorher prüfen sie aber jedes Türchen, indem sie mit Leitern am LKW hinaufsteigen und hineinschauen, ob noch etwas drin ist. Die meisten Türchen sind natürlich leer. In ihnen finden sie nur einen kleinen Zettel. Aber zwei Türchen sind übersehen worden. Dort warten noch Geschenke, die schnell und unbürokratisch verteilt werden sollen. Dies tun die Männer, indem sie einfach die jüngsten Anwesenden in der Umgebung suchen, z.B. Kinder. Ich selbst sitze mit meinem Cousin und zwei anderen Verwandten ganz in der Nähe auf einer Bank. Das erste Geschenk (wohl vom 24. Türchen) ist in orangem Papier eingepackt, welches in Dunkelorange die Schriftzüge von "APPLE" trägt. Oh, da ist bestimmt ein Macbook drin. Das hätte ich gerne, denke ich, bekomme es aber leider nicht. In einem weiteren Türchen befinden sich gleich zwei Geschenke in Größe eines Buches und in dunkelrotem Papier eingepackt. Der Mann tritt an unsere Bank heran und reicht eines meinem Cousin und das andere mir. Oh, super! Wir haben ein Geschenk ergattert! Wir sind hier wohl die nächstjüngsten Leute in der Nähe. Welch ein Glück.

Ich stehe aus meinem Bett auf, die Verwandtschaft sitzt bereits um den Tisch versammelt, da bemerke ich, daß der gesamte Fußboden des Zimmers mit Glatteis bedeckt ist. Direkt vor dem Bett befindet sich eine Stelle, wo das Eis eine tiefere Wasserlache bedeckt, aber anscheinend sehr brüchig ist. Ich stelle meinen nackten Fuß nur leicht hinauf und schon knackt es und bebt. Deshalb umgehe ich vorsichtig diese Stelle, um keine nassen Füße zu bekommen, und laufe mit immer noch nackten Füßen auf dem kalten Eis zum Fenster. Es schneit und die Flocken sind ungewöhnlich groß. Manche haben fast die Maße eines Balles und es sieht aus, als hätten sich viele kleinere zu einer größeren, sehr dekorativen Formation zusammengetan. Jetzt erkenne ich sogar Formationen, die Christbaumschmuck nachbilden, indem sie einen Kreis bilden und in diesen Kreis hinein Formen von Glöckchen oder Tannenbäumen bauen. Unglaublich! Wieso können die Schneeflocken so etwas?

Bemerkung: Nu ja, heute gibt es wahrscheinlich Geschenke, aber ganz sicher kein Macbook.

Donnerstag, 10. September 2009

Spät arbeiten

Eine lange, lineare "Arbeitspipeline", bestückt mit ganz unterschiedlichen Tätigkeiten. Mein Platz befindet sich am hinteren Drittel (schon?). Das Ende der Pipeline ist in Sicht. An dieser Stelle arbeite ich und arbeite. Zwischendurch verschwindet das Traumbewußtsein und taucht genau an diesem Platz wieder auf. Ich meine nun, daß es halb zehn Uhr nachts sein müsse und ich allein in den Arbeitsräumen bin. Auf einer Anrichte steht eine geöffnete Flasche Limo, daneben gestapelte Plastikbecher. Ich versuche das Etikett der Flasche zu entziffern und erkenne "Lein". Oh, wird jetzt aus Lein auch schon Limo hergestellt? Wahrscheinlich ist das so eine Spezialität aus dem Spreewald, wie Leinöl. Gerne würde ich die Limo probieren, weiß aber nicht, wem die Flasche gehört. Andererseits - es ist niemand mehr hier. Ich hebe also einen Plastikbecher ab und gieße etwas Limo herein, probiere. Ja, kann man trinken, nicht schlecht. An meinen Platz zurückkehrend, höre ich plötzlich Geräusche aus den nebenliegenden Büros. Ist etwa doch noch jemand hier? "Ist jemand da?" rufe ich laut, aber bekomme keine Antwort. Als ich die Räume betreten und nachschauen will, kommt mir aus der Tür eine Kollegin entgegen. Sie scheint sehr beschäftigt zu sein. In diesem Moment, als ich sie hier nachts arbeiten sehe, wird mir bewußt, wie bescheuert es eigentlich ist, um halb zehn Uhr abends noch auf Arbeit zu sitzen und ich beginne mich über mich selbst zu ärgern, aber auch über diese Kollegin, die den gleichen Blödsinn macht.

Später im Traum der Anblick eines alten verwachsenen Baumes. Sein Stamm und seine Wurzeln sind so gekrümmt, daß sie nach oben wieder zusammengewachsen sind (oder sind es zwei Stämme?) und jetzt ein Loch in Form eines Herzens bilden.

Ein junger Schneeleopard tigert unruhig in meinem Traum umher.

Rote Grütze für Hartz IV-Empfänger

Zur Sprechstunde im Büro erscheint eine vierköpfige Familie. Das Familienoberhaupt, grauhaarig und mit zu einem Zopf gebundenen Haaren (An wen erinnert er mich bloß? Die Haare Bosetzky und der Rest?), erklärt, daß sie mittellos seien. Erst durch genaueres Nachfragen erfahre ich, daß eigentlich das Jobcenter zuständig ist, daß sie aber trotzdem für August kein Geld bekommen hätten. Ich kann allerdings nicht herausbekommen, aus welchem Grund, und mir ist weiterhin unklar, warum sie dann zu mir kommen. Das müßten sie doch mit dem Jobcenter klären! Dies versuche ich zu vermitteln, aber der Mann besteht vehement darauf, von mir Leistungen zu erhalten. Nach einiger Diskussion geht er so weit, das Fenster zu öffnen und sich auf den relativ breiten Fenstersims zu legen. Will er mir drohen, sich hinunterzustürzen? Mich mit Selbstmord erpressen? Oder ist er einfach nur so verrückt? Zuerst bitte ich ihn höflich, wieder vom Fenstersims herunterzukommen. Als er nicht reagiert, wiederhole ich die Bitte im Befehlston und als dies immer noch nichts fruchtet, verliere ich langsam die Nerven und werde lauter. Schließlich verlasse ich das Zimmer. Zum einen möchte ich nicht dabei sein, wenn er aus dem vierten Stock stürzt, und zum anderen weiß ich nicht mehr weiter und möchte die Situation meinen Vorgesetzten vortragen. Im Zimmer meiner Vorgesetzten sitzen mehrere davon wie ein graues Tribunal und hören sich schweigend meine unsicher hervorgebrachte Schilderung an. Sie entscheiden, daß ich ausnahmsweise für einen Monat Leistungen erbringen darf. So bin ich aus dem Schneider und der Mann ist hoffentlich auch zufrieden. Die Leistungen für einen Monat trage ich jetzt in meinen Armen, um sie dem Mann zu übergeben. Es ist ein riesiger Balkonkasten von einem Meter Breite, so wie er vor meinem Fenster steht, bis oben hin gefüllt mit roter Grütze und einer Schicht Vanillesauce obendrauf. Der Mann guckt ein wenig merkwürdig, als ich ihm den Kasten überreichen will und mir ist die Situation etwas peinlich, weil ich mir denke, von jemandem zu verlangen, sich einen Monat nur von roter Grütze zu ernähren, ist doch irgendwie daneben. Allerdings habe ich die Vorschriften und Gesetze nicht gemacht und was anderes darf ich nicht rausrücken. Wenigstens bekommt er so überhaupt etwas zu essen. Das scheint der Mann auch zu denken, denn er nimmt seinen Lebensunterhalt für einen Monat entgegen, ohne weiter ein Wort zu verlieren.

Bemerkung: Nichts als Grütze im Kopf. Wie wäre es außerdem mit schwarzer, grüner oder gelber Grütze? Ähm, ich hoffe, der Traum zeigt nicht den Ausgang der Wahlen an. Das wäre auch viel zu unwahrscheinlich.

Samstag, 6. Juni 2009

Stola Gaga

Ein riesiger Aufbau von Tischen, anscheinend im Freien. Um die Tische herum sitzen ehemalige Mitschüler, bunt gemischt aus Polytechnische und Abi. Ich sitze noch nicht, sondern laufe zwischen den Tischen herum, denn ich habe irgendwelche Aufgaben zu verrichten. Mein Job ist nicht ganz abseits. Man zeigt mir eine große Kiste voller Erdnüsse, die ich sortieren soll und einige andere Dinge. Ich bin genervt und frage mich, wozu ich eigentlich meine Qualifikation habe - zum Erdnüsse sortieren? Außerdem reicht man mir ständig irgendwelche Karten oder Artikel hin, mit denen ich auch etwas machen soll, wohl katalogisieren. Unter anderem die Karten von zwei katholischen Priestern mit den anerkennenden Worten "Die schreiben sogar!", als wäre das bei katholischen Prirestern äußerst ungewöhnlich. Und ich schreibe im übrigen ebenfalls, aber das interessiert ja keinen. Nicht einmal wenn ich es sagen würde. Ich bin anscheinend nur für die grobe Arbeit gut. Aber ok, wenn es meine Aufgabe ist, dann ist es meine Aufgabe und dann werde ich es eben machen.
Etwas später suche ich mir auch einen Platz an den Tischen. Ich erwische gerade noch den letzten Stuhl und setze mich damit genau an den Platz, an dem eine sehr leckere Torte steht. Die Torte ist natürlich für alle, aber da ich nun genau davor sitze, muß ich innerlich kichern, weil es so aussieht, als wäre sie nur für mich alleine. Sie anzufassen wage ich allerdings nicht, auch wenn ich fast mit der Nase hineinfalle.
Durch einen Durchgang zu einem inneren Hof winkt die ehemalige Mitschülerin L.D. Sie zeigt mit ihren Handbewegungen, daß ich kommen soll. Ich gehe also auf sie zu und sie sagt, sie brauche unbedingt meine Hilfe. Ich müsse ihr sagen, was "Stola Gaga" aus dem Französischen übersetzt heißt. Upps. Na die will ja Sachen wissen. Ich antworte spontan: "Herrentasche, es heißt Herrentasche." Sie ist erfreut und erleichtert, und jetzt leuchtet es ihr augenblicklich ein. Natürlich. Obwohl, ich selbst bin nun nicht mehr so sicher. Stola ist doch mehr ein Halstuch. Eigentlich müßte es ein Halstuch sein. Als ich meine Bedenken zu der ersten Übersetzung äußern will, wischt sie sie sofort beiseite. Nein, Herrentasche sei richtig, das wisse sie genau. Nun ja, wenn sie meint...

Bemerkung:"Frauen, die nachts von Nüssen träumen, sind unter einem wahren Glücksstern geboren. (ind. )" - Ich glaube, das gilt nur für Indien. *lol*

Samstag, 2. Mai 2009

Der rote Raum

Ich stehe am Ende eines großen rechteckigen Raumes. Vom Schnitt erinnert er ein wenig an das ausgedehnte Wohnzimmer im ehemaligen Elternhaus. Das Zimmer ist fast ganz leer und und überall an den Wänden und der Decke mit dunkelrotem Samt gepolstert. Auch der Fußboden ist dunkelrot und dort, wo rechts die Fenster sind, hängen dunkelrote, bodenlange Gardinen, die nur einen kleinen Teil des Tageslichts hindurchlassen. Der Raum ist deshalb ziemlich dämmrig bis auf eine Stelle gegenüber von mir, auf der anderen Seite. Dort steht ein kleines, gleichmäßig gewachsenes Bäumchen mit Stamm und Krone. Die Krone ist etwas breiter als hoch und sehr kompakt. Um dieses Bäumchen scheint sich das Tageslicht zu sammeln, weshalb dieses Bäumchen aussieht, als sei es von einem Lichtschein umgeben. Und auch der Kontrast der grünen Blätter zum dunkelroten Hintergrund im rötlich leuchtendem Licht gibt diesem Anblick etwas ganz besonderes. Wow, ist das schön! Der Baum muß unbedingt dort stehenbleiben, aber ich sollte ihn vorher in einen größeren und schöneren Topf pflanzen.

Meine Mutter bekommt ihren letzten Posten im Verlagshaus - sie wird Verantwortliche für die Bibliothek. Das ist zwar eine Art Rentnerposten, aber für sie die absolute Erfüllung, der höchste Posten überhaupt. Im Traum soll ich diesen Posten dann bald übernehmen und bin darüber erst einmal leicht schockiert. Das klingt nach viel Arbeit. Wenn ich mich im kleinen Bibliotheksraum so umsehe, sehe ich ungeordnete Regale mit Büchern. Allerdings scheint die Bibliothek nicht sehr umfangreich zu sein. Das Katalogisieren und Ordnen ist zwar eine langweilige Mammutarbeit, aber zum einen ist die Bibliothek nicht übermäßig groß und zum anderen, wäre es nicht irgendwie ein Traum, mit Büchern zu arbeiten? Warum also nicht? Besser als das, was ich jetzt mache, wäre es allemal.

Bemerkung: Ich kann mich nicht erinnern, daß es im Verlag eine Bibliothek gab. Es existierte nur eine Bücherstube.

Donnerstag, 16. April 2009

Social Work 3.0

Ich werde den allerersten Tag für einen neuen Job eingearbeitet. Bei diesem Job tue ich social work 3.0, jedoch kann ich mir noch absolut gar nichts darunter vorstellen. Der Sachbearbeiter, der mich einarbeiten soll, gibt mir jede Menge Zeitschriften zu lesen und ich denke mir, ich sollte zuerst mal schauen, ob ich eine Zeitschrift finde, in der erklärt ist, was social work 3.0 ist. Es ist ja schon etwas merkwürdig, einen Job zu lernen, von dem man nur den Namen kennt, aber nicht weiß, was es für eine Arbeit ist. Später findet im Büro eine Feier statt. Sehr viele Kollegen sitzen in einer großen Runde, ich selbst habe eine Flasche Granatapfelwein mitgebracht, von dem ich gleich ein Glas trinke. Er schmeckt super, vom Alkohol darin merkt man gar nichts und auch in den Kopf steigt er nicht. Also eigentlich mehr wie Saft und genau richtig für mich. Die Flasche ist allerdings, als ich mir nachschenken will, bereits geleert worden.

Ich schlendere über den Alex in Berlin und wundere mich, daß es hier so verändert aussieht. Das liegt an einem kleinen Friedhof, der mitten auf dem Alex angelegt wurde und auf dem zwölf (?) Opfer irgendeinen Unfalls begraben liegen. Daß sie auf dem Alex ruhen, hat wohl mit der Sache zu tun und soll eine besondere Ehrung darstellen. Jetzt biege ich in einen Fußgängertunnel ab. Die Lampen an den Wänden werfen ein besonderes Licht, das ich gerne fotografieren möchte. Doch so oft ich auch auf den Auslöser drücke, es tut sich überhaupt nichts. Endlich bemerke ich, daß vor dem Objektiv irgendeine Abdeckung klebt, die aussieht wie ein quadratischer Bierdeckel mit abgerundeten Kanten. Ach deshalb will die Kamera nicht aufnehmen! Leider bin ich bei dieser Entdeckung aber schon am anderen Ende des Tunnels angelangt.

Karneval im Büro

Herr N. ist sehr gut drauf, beugt sich ständig über den Tisch und wirft mir irgendwelche Bemerkungen zu. Leider verstehe ich ihn so schlecht und somit nur die Hälfte, aber es interessiert mich auch nicht besonders, weil ich jede Menge zu tun habe und hochkonzentriert bin. Eigentlich habe ich gar keine Zeit für Albernheiten. Zwischendurch spricht er mich einmal mit Du an, und da er so vertraulich wird, duze ich wie aus Versehen zurück. Und dann hat er sogar ein Geschenk für mich. Es ist in einem Karton und wie sich herausstellt, ein Faschingskostüm. Ach du grüne Neune! Wollen die jetzt hier Fasching feiern? Für sich selbst hat er ebenfalls ein Faschingskostüm. Es erinnert an ein Harlekin-Aufzug, nur alles etwas dunkler und gedeckter. Was mein Kostüm darstellt, weiß ich gar nicht genau. Jedenfalls gehört eine blonde oder goldene Perücke dazu. Nicht sehr begeistert und überhaupt nicht in der Stimmung für Festivitäten, versuche ich das Kostüm anzuziehen, stelle aber fest, daß ich ein kurzes Krankenhaus-Nachthemd (wie es gestern meine Mutter bekam) als Oberteil trage. Ausziehen kann ich es nicht, weil ich darunter nichts an habe. Unter dem Kostüm macht es sich total blöd. Erst versuche ich es in die Hose zu stopfen, habe dann aber lauter Dellen, die wie Fettwürste aussehen. Also ziehe ich es wieder raus und lasse es unter dem Kostüm hervorhängen. Das sieht vielleicht bescheuert aus! Aber vielleicht merkt es ja keiner oder man findet es sogar cool, wer weiß...

Donnerstag, 22. Januar 2009

Umtauschwunsch und archäologische Funde

Im Traum habe ich einen Nebenjob in einem Laden, ich halte es für einen Gemüseladen. Dort werde ich geduldet, ohne daß ich sehr viel tun muß, erhalte einen Zuverdienst und kann außerdem regelmäßig für mich selbst einkaufen. Ich kann mich zwar nicht erinnern, an der Kasse zu sitzen, anscheinend packe ich dort auf oder ähnliches, trotzdem spricht mich irgendwann, etwas versteckt in einer Ecke abseits des Ladens ein Mann an. Er hat dunkle Haare, trägt eine schwarze Lederjacke und ist nicht unattraktiv, wirkt aber etwas derangiert. Es kommt mir vor, als sei seine Erscheinung unter einer Schicht von Fusseln und Staub bedeckt. Er zeigt mir eine sehr billige und schon kaputte Armbanduhr, die er erst vor kurzem bei uns gekauft haben will und die umgetauscht werden soll. Trotzdem hat sie schon einen dicken Kratzer und das Gliederarmband ist völlig hinüber. Ich schreibe ihm auf einen Zettel mit Bleistift auf, was ich an Unterlagen benötige. Zuerst einmal natürlich den Kassenbon (im Traum nenne ich ihn anders, irgendwas mit "Quelle"), sowie einiges anderes. Er muß also noch einmal wiederkommen und insgeheim hoffe ich, daß er sich dann an jemand anderen wendet, zumal ich nur aufpacke und nicht mal an der Kasse bin. Doch genau das scheint er nicht vorzuhaben, im Gegenteil - er fragt genau nach, zu welchen Zeiten ich im Laden bin und scheint es auch selbst schon recht gut zu wissen. Ich vermute, er beobachtet mich und kommt nur in den Laden, wenn ich dort Schicht habe. Das finde ich seltsam. Traut er den anderen nicht oder kann er sie nicht leiden? Er scheint sein Vertrauen voll auf mich gesetzt zu haben und möchte wohl sonst mit niemandem zu tun haben. Er geht wieder und fährt in einem blauen Lieferwagen weg. Wenig später, auf dem Nachhauseweg, erkenne ich den blauen Lieferwagen. Er steht in meiner Straße nur wenige Meter entfernt. Mir kommt der Gedanke, daß er nicht weit von mir wohnt. Was habe ich davon zu halten?

Später im Traum befinde ich mich im archäologischen Institut. Dort sind Leute damit beschäftigt, Fundstücke zu registrieren, sortieren, restaurieren und aufzubewahren. Ich darf mich frei bewegen und bin schon bekannt, ohne daß ich direkt an den Arbeiten mitwirke. Mehr noch, ich darf mir sogar drei Fundstücke aussuchen und behalten. Ich wähle drei Bücher. Zwei davon sind sehr alt und wertvoll. Nicht nur wegen des Alters, sondern auch wegen des Inhalts - verlorengegangenes, unschätzbares Wissen über die Lebensweise in früheren Zeiten. Beim Blättern zeigen sie Abbildungen von verschiedenen Häuserformen. Das dritte Buch ist nicht ganz so alt und wertvoll, aber anscheinend für mich trotzdem von Interesse.

Sonntag, 28. Dezember 2008

Der Verlags-Geist (März)

Meine Mutter arbeitet im Traum noch in ihrem Verlag und nimmt mich, wie sie es in meiner Kindheit oft getan hat, mit zur Arbeit. Es findet eine Verlagsbesprechung statt, denn nicht nur das Redaktionsteam, sondern noch viel mehr Leute haben sich im Zimmer versammelt. Ich sitze mitten drin und werfe auch immer wieder ein paar Bemerkungen ein, obwohl ich gar nicht gefragt bin, aber anscheinend stört es niemanden. Doch eigentlich interessiert mich die Besprechung nicht besonders und ich höre nur mit halbem Ohr zu, da mich viel mehr die Bücher interessieren, die rund um die Schreibtische in niedrigen Regalen stehen. Aufmerksam studiere ich deren Buchrücken. Die Besprechung ist nun vorbei und beim Aufstehen fällt mein Blick auf eine Garderobe auf der ein Riemen mit einer Grubenlampe liegt. Diese Grubenlampe gehört zur Arbeitsausstattung der Verlagsmitarbeiter, allerdings fällt mir auf, daß meine Mutter keine hat. Diese auf der Garderobe gehört ihrem Kollegen im Zimmer. Warum man für die Verlagsarbeit Grubenlampen braucht, ist mir schleierhaft. Als ich den Flur betrete, kommt mir eine durchsichtige, kopflose Gestalt entgegen. Ich realisiere sofort - das muß ein Geist sein! Schnell verstecke ich mich hinter der Tür, doch der Geist hat mich gesehen und betritt das Zimmer. Nun hat er wieder ein Gesicht, in fürchterliches, schaut mich direkt an und erteilt mir irgendeinen Auftrag oder eine Aufgabe. Was das für eine war, habe ich jedoch vergessen, da ich im Traum trotzig dachte, ich laß mich doch nicht von so einem Verlags-Geist erpressen!

Donnerstag, 27. November 2008

Adlige Herkunft

Im Traum gehe ich mit meiner Mutter die Wohnstraße meiner Kindheit entlang. Sie ist auf Arbeitssuche und fragt nach einem Job in der Post nach. Im Traum weiß ich sicher, daß sie eigentlich eine Gräfin ist, aber durch das Schicksal in diese Umstände gezwungen wurde, in denen sie nun ein ganz normales Leben führt und arbeiten muß.

Später im eigenen Job suche ich aus einigen alten Büchern mir welche heraus, die ich behalten möchte und lege sie als Päckchen in eine Ecke, um sie einen anderen Tag mitzunehmen. Am nächsten Tag ist das Päckchen jedoch verschwunden und mir wird gesagt, daß es in die ganz normale Büropost gegeben wurde. Ich soll dazu eine Frau Ruhe suchen.
Frau Ruhe? Ich kenne keine Frau Ruhe. Und blöderweise renne ich auch gleich los, statt in das Telefonverzeichnis zu schauen. Doch ich habe Glück, in einem Waschraum, in den ich kurz schaue und den ich eigentlich sofort wieder verlassen will, spricht mich von sich aus eine junge Frau an. Sie trägt zwei lustige Zöpfe und hat eine seltsam narbige Gesichtshaut.
Wie sich herausstellt, ist genau das Frau Ruhe. Sie händigt mir einen kleinen Schlüssel aus, mit welchem ich Zugang zu sämtlichen Postkästen und Paketlagern auf dem Gelände habe.
Jetzt muß ich es nur noch absuchen. Draußen angekommen, stelle ich fest, daß das Betriebsgelände riesig groß ist. Auf ihm befinden sich nicht nur die Fachhochschule und die Dienstgebäude, sondern auch noch jede Menge Regierungsgebäude, oft von hohen Zäunen umgeben, und andere Grundstücke mit fast prunkvoll anmutenden Häusern. Ich werde jetzt systematisch alles durchkämmen und jedes Postlager, jeden Kasten finden müssen. Während ich einen breiten betonierten Weg entlanggehe, der genau zu einem fast haushohen geschlossenen Zaun führt, durch den ich wohl nicht weiterkommen werde, schießt ständig ein mannshoher schwarzer Hund an mir vorbei, der im rasenden Tempo die Straße herauf und hinunter läuft. Dabei kommt er so knapp an mir vorbei, daß ich jedesmal glaube, er läuft direkt auf mich zu und rennt mich um. Schließlich lande ich in einem kargen Gebäude, welches von einer Frau mit kurzen Haaren "bewacht" wird. Als sie mir sagt, daß sie die Poststelle ist und daß hier alle Päckchen durchkommen, bin ich freudig überrascht. Da brauche ich ja dann wohl nur hier zu suchen.
Auch sie gibt mir einen Schlüssel, mit welchem sich eine große Bodentür öffnen läßt, die sich direkt in den nackten Dielen befindet. Als sie geöffnet ist, sehe ich, daß sich darunter ein großes Lager voller Pakete und Päckchen befindet. Jetzt kann ich anfangen zu suchen.

Bemerkung: Gestern las ich über die Hugenotten, da meine Mutter ebenfalls mütterlicherseits von aus Südfrankreich eingewanderten, damals verfolgten und nach Brandenburg (Oderbruch) geflohenen Hugenotten abstammen soll, unter denen es wohl auch viel Adel gab.

Der Protestantismus wurde bis etwa 1530 zunehmend in den Untergrund gedrängt. Ein Teil der Protestanten floh, unter anderem in die reformierten Orte der Schweiz, wo Ulrich Zwingli gerade dabei war, die katholische Kirche komplett zu entmachten. Ins politische Aus gedrängt, traten die Protestanten aus dem Untergrund jedoch zunehmend provokativer auf. Zu den ersten größeren Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten kam es 1534 über die Affaire des Placards, bei der in Paris und vier weiteren Städten antikatholische Plakate angeschlagen wurden. Die Messe der Katholiken wurde darauf als Götzendienst bezeichnet. Verschiedene Marienstatuen wurden verunstaltet. Nachdem die Verantwortlichen für diese Aktion auf den Scheiterhaufen gebracht worden waren, blieb das Verhältnis zwischen beiden Seiten angespannt.

Etwa um 1533 schloss sich Johannes Calvin in Paris dem Protestantismus an. Bis zu dieser Zeit wäre auch er eher als katholischer Humanist denn als Reformierter zu bezeichnen. Nach einer protestantisch gefärbten Rede von Nicolaus Cop, dem Rektor der Universität Paris, die höchstwahrscheinlich unter Beteiligung Calvins entstand, mussten beide aus Paris fliehen.<.../cite>
Zwischen 1535 und 1560 durchdrang zunehmend der Calvinismus das französische Protestantentum, und der Calvinismus war es, der den Dissidenten Zulauf verschaffte. Jetzt kommt auch der Name „Hugenotten“ auf.....
1547 starb Franz I., und sein Sohn Heinrich II. bestieg den Thron Frankreichs. Er setzte die Repression gegenüber den Hugenotten unvermindert fort. Etwa um diese Zeit begann das Habsburgerreich in eine Vielzahl von Kleinstaaten zu zerfallen: Kaiser Karl V. bekam die Reformation nicht mehr unter Kontrolle, und der Kompromiss des „Cuius regio, eius religio“ tat ein Übriges zur Spaltung des Kaiserreiches.

Heinrich II. wollte ähnliche Zustände wie in Deutschland in jedem Fall verhindern. Zunehmend hatten sich jetzt auch Adelige den Hugenotten angeschlossen, und eine Übereinkunft nach dem Augsburger Prinzip für Frankreich hätte die unter Franz I. erfolgreich verlaufende Zentralisierung Frankreichs schwer beschädigt. Damit begann endgültig die politische Diskriminierung des Protestantismus in Frankreich.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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Zuletzt aktualisiert: 30. Dez, 23:05

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