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Freitag, 1. Mai 2009

Grünfinken

In einem Park. Eine ganze Armada von Grünfinken fliegt in strenger Formation und mit schwindelerregender Geschwindigkeit immer wieder im Kreis, ohne sich dabei von irgendjemandem in ihrer Flugroute beeinflussen zu lassen. Ich befürchte deshalb, mir könnte einer von den Finken ins Auge fliegen, weshalb ich diese mit den Händen bedecke.

Ein Blick durch die Balkontür auf den Balkon. Ein riesiger Grünfink, so groß wie eine Taube, sitzt auf dem Gitter und trällert sein Lied. Hm, das muß wohl das Männchen vom Nest sein. Aber wie sieht eigentlich mein Balkon aus? Zuerst ist er voller rosa geschmücktem Tannengrün und verändert sich noch einmal zu einem Vogelparadies mit kleinen Bäumchen. Völlig anders, als er in Wirklichkeit aussieht. Wie wundersam!

In Burg, dem Heimatort meiner Großeltern. Wohin ich auch blicke, ob nach Norden, Süden, Osten oder Westen, überall sehe ich aus Häusern, bzw. vereinzelten Fenstern Flammen schlagen. Was ist denn hier los? Ich versuche meine Verwandten, die um mich herumstehen, darauf aufmerksam zu machen, aber sie zucken nur mit den Achseln und scheinen das nicht besonders wichtig zu finden.

Bemerkung: Nachdem ich mir auf www.vogelstimme.de den Gesang der Grünfinken angehört habe, bin ich mir sicher, daß es doch ein Grünfinknest auf dem Balkon sein muß, denn ich höre ständig haargenau dieses erste Trillern (und das teilweise in ohrenbetäubender Lautstärke), aber ohne das Pfeifen hinterher. Wahrscheinlich sehen auch bei den Grünfinken nur die Männchen farbenfroh aus.

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~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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Zuletzt aktualisiert: 30. Dez, 23:05

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