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Samstag, 24. Mai 2008

Die verhinderte Bootsfahrt und Paketschnur an den Füßen (Die Achtziger sind abgefahren)

Mit einer Gruppe von Gleichaltrigen an einem See. Der See ist relativ klein und wird wie ein Zimmer durch Wände begrenzt. Hinter mir am Ufer ist eine Wand, in der sich auch die Tür befindet, und an beiden Seiten ebenso. Nur nach hinten zu scheint der See offen zu sein. Direkt am Ufer liegen mehrere Boote auf dem Wasser. In einigen von ihnen sitzen schon junge Frauen. Eines ist leer und fast mit Wasser überflutet. Ich sage, daß wir uns am besten alle in die Boote setzen, wobei ich das selbst ebenfalls vorhabe. Ich beschließe, das überflutete zu nehmen. Es dürfte trotzdem noch tragfähig sein. Doch sobald ich meinen Plan umsetzen will, muß ich feststellen, daß das Boot so weit nach hinten abgetrieben ist, daß ich keinesfalls mehr heranreiche. Nun ja, dann muß ich wohl doch am Ufer bleiben. Ist vielleicht auch besser, wer weiß, ob das gut geht auf dem Wasser. Während dieser Überlegungen stelle ich fest, daß ich um jedes Fußgelenk eine doppelt geschlungene Paketschnur trage, allerdings nicht als Fessel, sondern locker wie ein Schmuckkettchen. Ich finde das ganz normal. An die hintere Wand des Ufers gelehnt, beobachte ich die Leute auf den Booten, rechts neben mir eine andere junge Frau und links neben mir ein junger Mann, den ich für R. Sch. halte, einen ehemaligen Mitschüler, der aber völlig anders aussieht. Er hat feuerrote Haare, die vorne in einer großen Tolle aus einem Hut hervorquellen, wie ihn Boy George in den Achtzigern getragen hat. Auch seine Augen sind etwas geschminkt, aber nicht ganz so stark wie bei Boy George. Er scheint direkt den Achtzigern entstiegen zu sein, aber vielleicht befinden wir uns ja sogar mittendrin und Paketschnur an den Füßen ist der neueste Punk. Ich unterhalte mich mit der Frau neben mir, welche die Bemerkung macht, daß hier wohl viele Kinder spielen und auf das flache Wasser am Rand des Sees zeigt, in welchem jede Menge vergessenes Spielzeug und bunte Kinderbilder liegen. Ich nicke und sage, daß von mir ganz bestimmt auch noch was im See liegt, man findet gewiß kleine bemalte Zettel aus dem Kindergarten von mir im Wasser, denn wir haben hier ebenfalls gespielt. Dabei schaue ich zu R. Sch., mit dem ich meine, zusammen in den Kindergarten gegangen zu sein. R. Sch. sucht auffällig meine körperliche Nähe, steht ganz eng bei mir und hört mir interessiert zu. Dabei lächelt er mich immer wieder an und scheint mit mir flirten zu wollen. Dann sagt er zu mir: "Weißt du, daß du wirklich eine geile Sau bist?" Ich bin leicht irritiert, zumal der Ausdruck "geile Sau" vielseitig interpretierbar ist. Was meint er damit? Sexy, anziehend, versaut, oder will er mich einfach ärgern? Er schaut mich dabei allerdings so verliebt und bewundernd an, daß er es wohl vollkommen ernst meint, was mich aber, wie jede übermäßige Bewunderung für mich, ebenfalls irritiert. Deshalb frage ich neugierig nach: "Hm, warum findest du das?" Zu einer richtigen Antwort kommt es jedoch nicht mehr, statt dessen geht das Gespräch in eine Kabbelei über, in welcher ich ihm scherzhaft versuche, den Arm umzudrehen. Schließlich verlassen wir in der Gruppe und einträchtig nebeneinander trottend den Raum mit dem See.

Bemerkung: Das Boot ist abgefahren? Das Boot der Achtziger ist abgefahren? Die Achtziger sind abgefahren?
Ich habe in den Achtzigern niemals Paketschnur getragen, wohl aber Lederbänder und Sicherheitsnadeln.


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Das verborgene Buch der Träume

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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