Mit einer Gruppe von Gleichaltrigen an einem See. Der See ist relativ klein und wird wie ein Zimmer durch Wände begrenzt. Hinter mir am Ufer ist eine Wand, in der sich auch die Tür befindet, und an beiden Seiten ebenso. Nur nach hinten zu scheint der See offen zu sein. Direkt am Ufer liegen mehrere Boote auf dem Wasser. In einigen von ihnen sitzen schon junge Frauen. Eines ist leer und fast mit Wasser überflutet. Ich sage, daß wir uns am besten alle in die Boote setzen, wobei ich das selbst ebenfalls vorhabe. Ich beschließe, das überflutete zu nehmen. Es dürfte trotzdem noch tragfähig sein. Doch sobald ich meinen Plan umsetzen will, muß ich feststellen, daß das Boot so weit nach hinten abgetrieben ist, daß ich keinesfalls mehr heranreiche. Nun ja, dann muß ich wohl doch am Ufer bleiben. Ist vielleicht auch besser, wer weiß, ob das gut geht auf dem Wasser. Während dieser Überlegungen stelle ich fest, daß ich um jedes Fußgelenk eine doppelt geschlungene Paketschnur trage, allerdings nicht als Fessel, sondern locker wie ein Schmuckkettchen. Ich finde das ganz normal. An die hintere Wand des Ufers gelehnt, beobachte ich die Leute auf den Booten, rechts neben mir eine andere junge Frau und links neben mir ein junger Mann, den ich für R. Sch. halte, einen ehemaligen Mitschüler, der aber völlig anders aussieht. Er hat feuerrote Haare, die vorne in einer großen Tolle aus einem Hut hervorquellen, wie ihn Boy George in den Achtzigern getragen hat. Auch seine Augen sind etwas geschminkt, aber nicht ganz so stark wie bei Boy George. Er scheint direkt den Achtzigern entstiegen zu sein, aber vielleicht befinden wir uns ja sogar mittendrin und Paketschnur an den Füßen ist der neueste Punk. Ich unterhalte mich mit der Frau neben mir, welche die Bemerkung macht, daß hier wohl viele Kinder spielen und auf das flache Wasser am Rand des Sees zeigt, in welchem jede Menge vergessenes Spielzeug und bunte Kinderbilder liegen. Ich nicke und sage, daß von mir ganz bestimmt auch noch was im See liegt, man findet gewiß kleine bemalte Zettel aus dem Kindergarten von mir im Wasser, denn wir haben hier ebenfalls gespielt. Dabei schaue ich zu R. Sch., mit dem ich meine, zusammen in den Kindergarten gegangen zu sein. R. Sch. sucht auffällig meine körperliche Nähe, steht ganz eng bei mir und hört mir interessiert zu. Dabei lächelt er mich immer wieder an und scheint mit mir flirten zu wollen. Dann sagt er zu mir: "Weißt du, daß du wirklich eine geile Sau bist?" Ich bin leicht irritiert, zumal der Ausdruck "geile Sau" vielseitig interpretierbar ist. Was meint er damit? Sexy, anziehend, versaut, oder will er mich einfach ärgern? Er schaut mich dabei allerdings so verliebt und bewundernd an, daß er es wohl vollkommen ernst meint, was mich aber, wie jede übermäßige Bewunderung für mich, ebenfalls irritiert. Deshalb frage ich neugierig nach: "Hm, warum findest du das?" Zu einer richtigen Antwort kommt es jedoch nicht mehr, statt dessen geht das Gespräch in eine Kabbelei über, in welcher ich ihm scherzhaft versuche, den Arm umzudrehen. Schließlich verlassen wir in der Gruppe und einträchtig nebeneinander trottend den Raum mit dem See.
Bemerkung: Das Boot ist abgefahren? Das Boot der Achtziger ist abgefahren? Die Achtziger sind abgefahren?
Ich habe in den Achtzigern niemals Paketschnur getragen, wohl aber Lederbänder und Sicherheitsnadeln.
Ich schwimme in einem normalen Schwimmbecken und stoße mich immer wieder kraftvoll vom Rand ab, um die nächste Querbahn zu schwimmen. Jedesmal, wenn ich mich mit den Füßen abgestoßen habe, scheine ich direkt über das Wasser zu fliegen statt darin zu gleiten, und bevor ich mit dem ersten Schwimmstoß beginnen kann, habe ich schon den anderen Rand erreicht. Das kann doch gar nicht sein! Sollte das Schwimmbecken so klein sein, daß ich mit einem Abstoß schon die andere Seite erreiche? Nein, so klein sieht es überhaupt nicht aus. Erstaunlich! Dann muß das wohl meine ungeheure Sprungkraft sein, die mich wie der Wind über das Wasser fliegen läßt und das Becken viel zu klein für mich macht. Das hätte ich von mir überhaupt nicht erwartet.
Ein Umzug findet statt. Wie ein Weltmeister räume ich in meinen Träumen in Kartons und Kisten herum, packe Sachen, lege Dinge zusammen, sortiere aus. Mir ist, als zöge ich in eine Betreuungs-WG, später wandelt sich die Situation mehr in einen Büroumzug. Sicher ist, daß ich in das Zimmer Nr. 190 ziehe, allerdings habe ich noch gar keinen Schlüssel. Wo kriege ich den jetzt so schnell her? Während des Räumens fällt mir ein milchig-weißer, leicht transparenter Regenmantel in die Hände. Er ist in A-Form geschnitten, vielleicht auch mehr eine Art Pelerine. Ach ja, das ist der Original-Regenmantel von Marilyn Monroe. Ich kann mich zwar nicht mehr erinnern, wie ich dazu gekommen bin, aber den gebe ich keinesfalls weg. Dazu ist er viel zu wertvoll, auch wenn der Wert für mich mehr ein ideeller ist.
Der Ort ist nicht recht verifizierbar. Es gibt Wasser, viele arbeitende Männer, mechanische Vorrichtungen. Vielleicht eine Werft. Da ist auch eine Brücke. Die Männer halten inne und rufen: "Alle Maschinen stop!" Sofort bewegen sich zwei Seiten der Brücke längsseits nach oben. Das dichte Stahlgeflecht wird wie ein Stück Stoff einmal gefaltet, in der Mitte bleibt ein kleiner Tunnel. Jeder, der sich noch auf der Brücke befindet und nicht rechtzeitig eines der beiden Ende des Tunnels erreicht, wird unweigerlich zerquetscht werden, doch darauf kann wohl keine Rücksicht genommen werden. Ich befinde mich noch auf der Brücke und jetzt mitten in dem schmalen Spalt, der gerade so breit ist wie ich. Über mir meterhohes graues Stahlgeflecht wie eine Welle. Auch die Enden des Tunnels sind nicht in Sicht. Dann ändert sich die Perspektive und ich bin wieder draußen, sehe ein ruhiges Gewässer vor mir, auf welchem Männer in bootartigen Netzen stehen. Sie sind Fischer und die Boote sind zugleich die Netze, die Netze zugleich die Boote. Es ist ein Stück Stoff, welches man auf das Wasser legt und sich hineinstellt. Der Stoff wird mit allem darin getragen, man sinkt nur leicht ein, so daß sich eine Bootsform bildet, welche mit Wasser überflutet wird. Man steht also im Wasser, geht aber nicht tiefer unter. Ich finde das äußert praktisch, weil man nur noch ein Stück Stoff zum Fischen braucht. Ein Mann reicht mir ein solches und deutet mir, mich darauf zu stellen. Das versuche ich auch, allerdings traue ich der Sache noch nicht so ganz. Wird der Stoff mich auf dem Wasser tatsächlich tragen? Ich wage einen ersten Schritt und sinke sogleich mit dem Fuß ein Stück hinunter, allerdings nicht sehr tief. Es ist ein Gefühl, als würde man auf einer wackligen Federkernmatratze zu stehen, gar nicht so einfach, das Gleichgewicht zu halten.
In einem anderen Traumfragment stecke ich ein Reh in eine Umhängetasche und versuche es zu transportieren. Das Reh ist allerdings ziemlich bockig und versucht dauernd, aus der Tasche zu entwischen. Da heißt es, die Tasche immer fest zuzuhalten.
Im Traum sehe ich den gezeichneten Grundriss eines Parks ausgebreitet vor mir. Ich denke, ich hab ihn selbst gezeichnet, mit lila Filzstift, und das war gar nicht so schwer. Der unregelmäßige Grundriss erinnert ein wenig an Afrika und alle besonderen Attraktionen des Parks sind extra eingezeichnet. Im Traum switche ich teilweise zwischen Park und Grundriss, doch nun mehr befinde ich mich ganz im Park. Dort gibt es unter anderem auch Elefanten in einem großen Zelt. Anscheinend kann man auf die Elefanten mit großen Goldbuchstaben Botschaften schreiben, denn einige tragen solche Botschaften auf ihrer Elefantenhaut. Außerdem gibt es im Park auch einen angelegten See mit einer Aussichtsplattform. Ich befinde mich nun auf dieser Plattform und schaue auf den See hinaus, auf welchem allerhand los ist. Zum Beispiel entdecke ich in einem Boot den schwarzen Abt aus dem gleichnamigen Wallace-Film. Still und unheimlich steht er in diesem Boot, bis er auf einmal das Gleichgewicht verliert und fast ins Wasser fällt. Viele andere, mal mehr mal weniger besetzte Boote sind auf dem See zu sehen. Neben mir habe ich meine frühere Mitschülerin C.S., welche im Traum sehr kurze und verkrüppelte Beine hat und wie ein Zwerg aussieht. Sie klettert auf die Brüstung der Aussichtsplattform, wahrscheinlich um besser zu sehen, und stellt sich aufrecht darauf hin, ich befürchte, daß sie in das Wasser springen oder fallen könnte, denn ich halte es doch für etwas zu hoch, um ungefährlich zu sein, und halte sie deshalb fest. Schließlich nehme ich sie einfach huckepack auf meine Schultern. Unter der Plattform teilt sich der See in zwei Kanäle, welche links und rechts vorbeifließen. Beide münden hinter der Plattform in einen Tunnel, wo das Wasser unter der Erde fließt. Ich bemerke, daß man anscheinend durch diesen Tunnel hindurchschwimmen kann, denn einige Schwimmer, die zur einen Seite rein sind, kommen bei der anderen wieder raus. Das macht mich neugierig, denn ich stelle es mir ziemlich abenteuerlich vor, durch diesen Tunnel zu schwimmen. Wahrscheinlich ist es wie in der Kanalisation. Das Wasser, braun und trübe, läd zwar nicht unbedingt zum schwimmen ein, aber ich bekomme jetzt auch Lust, mal diesen Tunnel im Wasser zu durchqueren. Dennoch möchte ich das nur mit meinem Kumpel machen und ich nehme mir vor, ihn zu fragen, ob er mit mir diese Strecke schwimmen will. Ich denke zwar, daß es allein auch kein Problem wäre, aber irgendwie ist es mir lieber und sicherer, es mit ihm zu erleben.
Ein Freibad, welches aus einem seeähnlichen Schwimmbecken besteht. Vielleicht ist es auch ein echter See, denn es ist ungleichmäßig geformt, das Wasser ist ungechlort und eher trübe. Das Ufer besteht allerdings aus künstlich gebauten Stufen. Während ich im Wasser schwimme, fällt mir auf, daß man darin in regelmäßigen Abständen wie Bojen schwimmende Sitzringe findet. Irgendwoher weiß ich plötzlich, daß dies die Freibadtoiletten sind. Sowas habe ich bisher noch nie gesehen und ich denke mir, einerseits recht clever, die Toiletten im Wasser schwimmen zu lassen, weil so die Leute vielleicht auch rauf gehen und nicht ins Wasser machen. Schließlich müssen sie dafür nicht aus dem Wasser heraus. Andererseits frage ich mich, wie groß wohl die Behälter sind und wieviel da schon drin ist. Denn die müssen ja dann irgendwie und irgendwann geleert werden. Die Vorstellung ist nicht sehr appetitlich. Ich schwimme zum Ufer und merke, daß der See, bzw. das Schwimmbecken, nicht gerade sehr tief ist. Schon weit entfernt Ufer stoße ich mit den Füßen ständig auf Boden. Der Boden fühlt sich merkwürdig an. Nicht wie natürlicher Seeboden, aber auch nicht wie ein Schwimmbecken, sondern wie bucklige Plastikplanen. Ich finde das Gefühl an den Füßen irgendwie unangenehm.
Bemerkung: Da hat mich wohl die Anwort "Ja" einer Dame bei "Nichts als die Wahrheit" auf die Frage, ob sie schon einmal in ein Schwimmbecken gepinkelt hätte, noch in der Nacht stark beschäftigt. Ich frage mich, ob ich mit den schwimmenden Kloschüsseln eine Marktlücke entdeckt habe. *gg*
Eine Kahnanlegestelle mitten in Berlin, an welcher Spreewaldkähne liegen, ganz in der Nähe meiner alten Wohnung. Damit kann man wie im Spreewald durch Berlin staaken. Ich finde das richtig toll, und überlege, ob ich mir einen kleineren Kahn, der irgendwie "mutterlos" zu sein scheint, unter den Nagel reißen soll, um damit auf dem Wasser zu treiben und mich darin zu sonnen.
Im zweiten Traumbild verlangt jemand von mir, dass ich einen sehr gefährlichen Job tue, um irgendetwas zu holen oder zu erfahren. Dabei muß ich im Meer oder sogar in einer Höhle tauchen (zumindest befinde ich mich vor einer Höhle), und dort unten ziemlich lange bleiben (ohne Atemgerät?). Ich habe das schon früher mehrmals getan, allerdings ist das eine Weile her und es ist mir so unvorbereitet zu gefährlich. Aber ich weiß auch, dass ich aus irgendeinem Grund die einzige bin, die das schaffen könnte und in der Lage dazu wäre, das zu tun, bzw. das Gesuchte aus der Tiefe zu holen. Die Frau, die es von mir verlangt, bedroht mich deshalb mit einer Pistole, als ich mich weigern will. Ob ich es dann getan habe oder nicht, daran kann ich mich nicht mehr erinnern.
Zwei Hände, die in der Tiefe eines Sees aus dem Schlick ragen, unter der Wasseroberfläche mit jemandem tanzend schwimmen, gleiten und atmen wie ein Fisch, schweben schwerelos, sich berühren in den sanft dem Körper weichenden Fluten, zwei Lippen, die sich berühren, ein zarter Kuß, kaum spürbar durch denn dünnen Schleier des Wassers. Zwei Körper die sich in der Schwerelosigkeit voneinander entfernen und wieder annähern, die sich nur sekundenlang begegnen, bevor sie erneut auseinandergetrieben werden, sich jedoch immer zum anderen hinbewegen und dabei fast synchron sind.
Ich träumte, daß ich in einem riesigen Ozean mit großen Meereslebewesen herumschwimme. Keine Ahnung, was das für Tiere waren. Aber ich meinte zu wissen, das es ein Urmeer ist und wenn das Wale sind, sind es sicher Urwale.
Es ist dunkel und ich liege mit einem Mann am Meer in der Brandung. Im Traum nenne ich ihn meinen "Bräutigam". Wir liegen nebeneinander auf dem Bauch ohne uns zu berühren und unsere Oberkörper ragen dabei ins Wasser. Das Meer ist extrem stürmisch und aufgewühlt. Riesige Wellen rollen auf uns zu, treffen mit voller Wucht auf uns und rollen über uns hinweg. Wir müssen uns regelrecht im Sand festkrallen, damit wir von den Wellen nicht fortgespült werden. Dabei werden wir hin- und hergeschüttelt. Trotz der stürmischen Wellen ist es ein sehr schönes, positives Gefühl und ich habe keine Angst. Vor uns am Horizont über dem Meer ist jetzt die gesamte Erde als große Kugel zu sehen, die sich langsam in der Mitte öffnet. Ich sage zu meinem "Bräutigam", daß wir jetzt geradewegs durch die Erde hindurchlaufen könnten.
War wieder einmal in der Schwimmhalle, tauchte und schwamm voller Energie. Normalerweise sind das immer sehr angenehme und schöne Träume. Nachdem ich mit einem Sprung ins Wasser hechtete, sank ich bis auf den Beckenboden. Sofort bewegte ich mich wieder nach oben, doch es kam einfach keine Wasseroberfläche mehr. Ich hatte Angst, daß ich mich vielleicht in die falsche Richtung bewege und versuchte unter Wasser zu erkennen, wo ich mich befand. Dann ließ ich Luft ab, um zu sehen, in welche Richtung die Luftbläschen aufsteigen, aber es kamen keine Blasen. Ich dachte mir, daß ich doch von alleine in die richtige Richtung treibe und nur etwas nachhelfen müßte, um wieder an die Wasseroberfläche zu kommen. Also paddelte ich nur ein bißchen mit den Händen in die Richtung, in die mein Körper aufstieg, aber es kam und kam keine Wasseroberfläche. Langsam wurde das Luftanhalten immer schwieriger und ich bekam Panik, glaubte daß ich gleich ertrinken und sterben würde. Der Schreck ließ mich schließlich erwachen.
~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~
(Hiob 33,13-16)
~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~
(Tschuangtse, chinesischer Philosoph)
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Zuletzt aktualisiert: 6. Jul, 21:24
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