Montag, 5. Januar 2009

Plunder (November)

Mein Arbeitsplatz ist mitten auf einer vielbefahrenen Kreuzung. Dort sitze ich am Rande auf der Fahrbahn, mit dem Rücken zu den Autos, welche aus der Kurve an mir vorbei preschen. Das finde ich äußerst lästig, da ich mich kaum konzentrieren kann und ständig unbewußt fürchte, daß ich umgefahren werden könnte. Ich versuche deshalb einen Platz an der Kreuzung zu finden, wo der Verkehr etwas beruhigter ist, allerdings nimmt es sich an keiner Stelle etwas. Während ich noch an einen anderen Platz umziehe, treffe ich Kollegin K.H., welche gerade Mittagspause macht und mich fragt, ob ich mit in die Sauna komme. In die Sauna? Hm.... Plötzlich halte ich vor mir eine Gehhilfe in den Händen. Damit kann ich unmöglich in die Sauna gehen, dieses Gestell paßt da wahrscheinlich gar nicht rein. Also schüttel ich den Kopf und gehe statt dessen in eine etwas abseits gelegene Bäckerei. Dort esse ich gleich erstmal zwei Stück Plunder mit Fruchtfüllung und Zuckerguß, die da so herumstehen, habe aber noch nicht genug. Soll ich wirklich noch ein drittes Stück essen? Das ist ja irgendwie ziemlich verfressen, aber egal. Das dritte Stück muß ich bei der Verkäuferin bestellen, da davon nicht mehr viel da ist. Vor mir steht ein Schwarzer, der ebenfalls Plunder essen will. Bei mir wird es schon knapp, es reicht gerade noch so für ein etwas kleineres Stück, mit dem ich mich an eine Sitztheke verziehe. Danach gehe ich eine Strecke, die hinter den Hof und Spielplatz meiner Kindheit vorbeiführt. Das Gemeindehaus ist ein richtiger Turm mit kleinen Fenstern und an der Seite stehen Altbauten. Mit einem Blick auf die oberen Etagen denke ich, daß man hier doch eigentlich auch ganz gut wohnen kann und sicherlich einen weiten Blick hat. Oder gehören die Räumlichkeiten zum Rathaus? Während ich noch interessiert schaue, bin ich in eine Sackgasse hinein gelaufen, welche an einem großen, geschlossenen Betriebstor endet. Hier beginnt das Betriebsgelände einer Firma namens Skydive oder Skydrive, da habe ich keinen Zutritt. Schnell gehe ich das Stück Weg zurück und laufe nun die normale Straße bis um die Ecke herum. Hier prüfe ich, ob die Häuser am Hof zum Rathaus gehören, aber nein, das Rathaus sehe ich erst eine Straßenecke weiter.

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Jonathan (Gast) - 6. Jan, 10:41

Doppeltraum

Es geschieht immer wieder mal, dass man zwei Träume gleichzeitig träumt. Vielleicht träumt man, wie man gerade in seinem Zimmer aufwacht und gleichzeitig, wie man zwei Freunden auf der Straße begegnet. Beide Träume werden gemischt und dann steht das Bett auf der Straße und zwei Freunde kommen vorbei. Genau das ist in Deinem Traum vorgefallen. :-)
Liebe Grüße, Jonathan

zuckerwattewolkenmond - 8. Jan, 22:17

Hallo Jonathan,

das mag so sein. Und ich gehöre nicht zu denen, die meinen, daß jeder Traum eine symbolische Bedeutung haben muß. Allerdings ist gerade in diesem Traum die Symbolik so kongruent meiner jetzigen Situation und gedanklichen Auseinandersetzung mit dieser, daß ich hier gewillt bin, die symbolische Deutung zu bevorzugen, die Angst vor dem beruflichen "Überfahren werden". ;o)

Lieben Gruß

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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Dimensionen

~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

Status

Online seit 1419 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 15. Okt, 14:16

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