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Freitag, 3. Oktober 2008

Die perfekte Beinwippe und Eidotter als Gabe für die Götter

Die perfekte Beinwippe und Eidotter als Gabe für die Götter
Bei einer Turnstunde, die von einer Frau geleitet wird. Sie beschäftigt sich zuerst mit jemandem einige Meter vor mir und möchte, daß er eine Weile die gestreckten Beine vom Boden abhebt. Allerdings soll dies nicht zur Körperertüchtigung dienen, sondern ist eine Art Test, durch welchen sie sich nicht nur ein Bild von den körperlichen Fähigkeiten, sondern sogar von der gesamten Persönlichkeit eines Menschen machen kann. Jetzt kommt sie zu mir und stellt mir die gleiche Aufgabe. Ich strecke meine Beine durch, lehne mich zurück (ist es nicht ein bißchen zu weit zurück?) und hebe sie an. Ruhig und gerade schweben sie über dem Fußboden, während die Frau prüfend ihre Handflächen ein Stückchen darüber hält. So geht das mehrere Minuten, die Beine darf ich erst wieder herunternehmen, wenn sie es sagt. Trotzdem habe ich keine Probleme, es geht völlig leicht, ich könnte noch Stunden so sitzen. Die Frau scheint ziemlich angetan vom Ergebnis des Tests. Sichtlich bewundernd sagt sie wie zu sich selbst: "Daß Sie Ihre Beine so ruhig halten können!". Sowas hat sie anscheinend noch nicht gesehen. Nun werde ich neugierig und frage, ob das etwas zu bedeuten hat. Denn schließlich kann sie aus dem Ergebnis ja eine allgemeine Einschätzung der gesamten Person ableiten. Doch sie wird jetzt ausweichend und behauptet, wenig überzeugend, daß dies nichts zu bedeuten hätte. Na gut, anscheinend will sie mir ihre Schlußfolgerungen nicht mitteilen. Auch gut. Ich bekomme jetzt ein Handygespräch von ihr mit, in welchem sie irgendwo anruft und fragt, ob es reicht, wenn sie gegen sieben oder acht Uhr kommt. Sie gehört einem Streiftrupp an, der nachts gewisse Wege abgeht, um die Sicherheit dort zu erhöhen, da an diesen Plätzen ein Verbrecher ein Unwesen treibt. Dann wendet sie sich einer Küchenanrichte zu, um dort einen Kräuterquark zuzubereiten. Dazu öffnet sie eine Tupper-Schüssel mit hartgekochten Eidottern und gibt einige Löffel davon in den Quark. Dies macht sie jedoch nicht zur Geschmacksverfeinerung, sondern, wie ich ihren gemurmelten Worten entnehme, ist das eine Art rituelles Opfer. Indem man einige Löffel hartgekochte Eidotter in den Quark gibt, werden launische Geistwesen und Götter friedlich gestimmt.

Bemerkung: Sollte das schon die Traumvorbereitung auf die Krankengymnastik sein? Ich fürchte allerdings, daß diese Übung im Traum nicht viel Wirkung auf die Bauchmuskeln hat. Wenn ich die real mache, halte ich nur wenige Sekunden durch.

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Das verborgene Buch der Träume

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~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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Zuletzt aktualisiert: 30. Dez, 23:05

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