Alles anderen Träume
Ich muß mal wieder früh aufstehen, was mich etwas nervt, allerdings wird mir während des Aufstehens und Anziehens bewußt, daß ich nicht wegen der Arbeit früh aufstehen muß, sondern mich jemand dazu verpflichtet hat, an meinen eigenen Projekten zu arbeiten. Dazu muß ich nicht ins Büro, aber darf auch nicht zu Hause bleiben, sondern bin gezwungen den Tag lang in einer Bibliothek oder einem Studienraum zu verweilen. Die Aussicht, mich mehrere Stunden lang mit meinen eigenen Projekten und Interessen befassen zu dürfen, läßt das Aufstehen sofort leichter fallen. Es kommt sogar eine gewisse Vorfreude auf und dadurch, daß ich früh aufstehen mußte, habe ich sogar noch viel mehr Zeit zur Verfügung. Schön ist außerdem, daß es mir erlaubt ist, vorher ausgedehnt zu frühstücken, so lange mir beliebt. Na also, wenn ich das machen darf, wozu ich Lust habe, ist doch alles gar nicht mehr so schlimm. So ein "freier" Tag, der ja eigentlich nicht ganz frei ist, da irgendjemand aufpasst, daß ich auch meine Zeit in der Bibliothek absitze, ist doch richtig super, denn er ist wenigstens so frei, daß ich selbst entscheide, was ich während dieser Zeit mache. Genau die richtige Gelegenheit, um an meinen Schreibprojekten weiterzuarbeiten! Ein paar Getränke mitgenommen und schon läßt es sich den ganzen Tag an einem Bibliothekstisch aushalten. Kein Problem. Ich fühle mich durch diese zusätzliche Zeit, die mir für meine eigenen Dinge zur Verfügung steht, reich beschenkt.
Später sitze ich mit meinem Cousin und anderen in einem Zimmer. Das Zimmer wirkt seltsam zweigeteilt. In der einen Hälfte des Quaders sind die Wände weiß und sauber, in der anderen Hälfte grau und verschmutzt. Außerdem hängen hier überall Spinnweben herum. Merkwürdig. Für irgendjemanden (meinen Cousin?) will ich jetzt ein Geschenk vorbereiten, dessen Anlaß ich jedoch vergessen habe. Dazu nehme ich eine CD, auf die ich kleine Symbole klebe. Da ist ein kleines, aus Drähten oder Fäden selbst gebasteltes Pferdchen, doch bevor ich es auf die CD klebe, reicht mir jemand ein anderes, welches viel schöner ist. Es ist aus perlmutt schimmerndem Plastik und erinnert an ein Fabeltier, ein Einhorn. Eine Nachbarin aus meinem Haus reicht mir außerdem noch eine bunte Münze. Erst scheint sie nur aus zierlichen Ornamenten zu bestehen, vielleicht chinesisch, doch bei genauerer Betrachtung erkenne ich auf einer Seite das äußerst fein eingravierte Bild eines sich frontal anschleichenden Tigers und auf der anderen Seite ebenfalls ein Tier, das ich jedoch nicht identifizieren kann. Ich vermute nun, daß es sich um die chinesischen Tierkreiszeichen handelt und ich die Seite nach oben kleben muß, die meinem Cousin entspricht. Doch leider will mir sein chinesisches Tierkreiszeichen nicht mehr einfallen, jedenfalls scheint es keines von dieser Münze zu sein.
Bemerkung: Mein Cousin ist ein Hahn und ich finde es seltsam, daß ich in letzter Zeit dauernd Träume habe, in denen ich mit Zeit beschenkt werde. Das können eigentlich nur Wunschträume sein.
Elegant und lässig sitze ich auf einem Fahrradlenker und blättere völlig ohne Festhalten in einem Buch, während meine ehemalige Schulfreundin A. in die Pedale tritt. Ich finde es ziemlich erstaunlich, wie gut sie Fahrradfahren gelernt hat, obwohl sie das früher überhaupt nicht konnte. Nicht mal in den Kurven mache ich mir Sorgen, stattdessen bin ich stolz auf unser "Gespann" und möchte gerne, daß jeder mitbekommt, wie cool wir auf diese Weise unterwegs sind. Es dürfte schließlich nicht so einfach sein, zu fahren, während ich mit dem Rücken zu ihr auf dem Lenker sitze, aber sie macht das völlig souverän. Deshalb sage ich dann auch anerkennend zu ihr: "Du hast ja richtig gut Fahrradfahren gelernt."
Noch immer bin ich mit A. unterwegs, diesmal ohne Fahrrad, aber mit einer anderen Mitschülerin. Wir machen einen Abstecher in ein Geschäft, welches eigenartig anders ist als andere Geschäfte, obwohl ich nicht benennen könnte, woran das liegt. Fest steht nur, daß dort alles anders ist. Erst sind meine Begleiterinnen mehr interessiert als ich, doch nachdem ich beginne, mich genauer umzuschauen, ändert sich das und ich finde alle möglichen Sachen, die ich gerne kaufen möchte, zum Beispiel ein bestimmtes Buch. Inzwischen müssen die beiden auf mich warten, wobei sie leicht genervt in der Gegend herumstehen und meine Kaufaktivitäten beobachten. Jetzt geht es schon an das Bezahlen, da winkt mich die Verkäuferin mit einem geheimnisvollen Lächeln unauffällig in die hinteren Räume des Ladens. Anscheinend gibt es dort Ware, die nicht offiziell im Laden zu erwerben ist. Sie führt mich in mehrere Kammern, in einer befinden sich einige Kabinen mit Frauen, in der zweiten einige Kabinen mit Männern und in der dritten ein riesiger herzförmiger Berg aus rosa Bisquitschaum oder Zuckerwatte. Die Verkäuferin fragt mich, ob ich einen Diener oder eine Dienerin kaufen möchte und ich winke schnell ab, ich will mit dem ganzen nichts zu tun habe, weder eine Dienerin, noch einen Diener kaufen und auch kein Zimmer voll rosa Zuckerherz. Schnell kehre ich wieder in die offiziellen Ladenräume zurück.
Weiter bin ich mit A. und einer Mitschülerin unterwegs, diesmal mit einer anderen. Wir kommen am Volkspark Prenzlauer Berg vorbei und vor uns öffnet sich eine gigantische Aussicht auf den Abendhimmel und die wildromantischen Wiesen und Abhänge. Die beiden scheinen dies nicht zu bemerken oder sich nicht davon beeindrucken zu lassen, denn sie sind schon weit vor mir, haben den Park hinter sich gelassen. Ich muß mich beeilen, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu wähle ich einen schmalen, ansteigenden Weg, der eine Abkürzung über einen kleinen Berg zu sein scheint, da er schräg dorthin läuft, wo die beiden sich jetzt befinden. Außerdem finde ich ihn auch schöner, obwohl er durch die Steigung anstrengender ist, weil er näher an den duftenden Wiesen ist und direkt durch das Grün führt. Doch schon nach einigen Schritten entpuppt sich der Weg als eine Sackgasse. Ich suche zwar noch nach einem möglichen Durchgang, doch dann kehre ich um und setze meinen Weg nun auf dem Pflaster der Straße fort, wo ich meine beiden Begleiterinnen bald einhole.
Im ersten Traumfragment, dessen Handlung sich nicht mehr rekonstruieren läßt, erfahre ich, daß unsere zweite Chefin Frau B. die Abteilung verlassen will. In diesem Traum, wie auch im nächsten kommt die Kollegin M.M. vor, welche rothaarig ist. (Das wäre ja ein Ding, wenn Frau B. tatsächlich gehen würde.)
Der zweite Traum beginnt mit dem Geburtstag einer Bekannten, welchen ich vergessen habe und deshalb auch kein Geschenk besorgt habe. Aber da sehr viele Leute eingeladen sind, denke ich mir, fällt das vielleicht nicht weiter auf und ich kann ihr ja im Nachhinein immer noch etwas schenken. Der Geburtstag findet in einem riesigen Komplex von Sälen und Zimmern statt. Die Säle und Zimmer gruppieren sich alle um ein Kirchenschiff in der Mitte, welches der größte Raum ist. Dieser ganze Komplex scheint mein Zuhause, bzw. das meiner Eltern zu sein, und auf einmal haben noch andere Leute Geburtstag, einschließlich mir. Allerdings beachtet mich niemand und weiß wohl auch nicht, daß ich Geburtstag habe. Sogar meine Mutter ist ausschließlich mit der Bewirtung der vielen, vielen Gäste, die sich im Kirchenschiff und den anderen Räumen verteilen, beschäftigt. Ich helfe ihr ein wenig dabei und wandere dann wieder von Raum zu Raum. Irgendwie fühle ich mich fremd und nirgendwo dazu gehörig. Die Menschen sind mir zum größten Teil unbekannt, hier und da versuche ich ein Gespräch mit jemandem anzufangen, doch es hat keiner Lust, sich mit mir zu unterhalten und die begonnenen Gespräche verlaufen mißverständlich oder zäh.
Da bekomme ich auf einmal mit, daß mein Kollege K.F. ebenfalls gekommen ist. Nanu, wundere ich mich, was macht der denn hier? Ich erfahre, daß er wohl zu irgendeiner Nichte gehört. Anscheinend ist er mit ihr zusammen. Ich merke, wie ich mich freue, daß er da ist, denn ich glaube, mich gut mit ihm zu verstehen und denke, daß es jetzt vielleicht sogar lustig wird. Ich stelle mir schon vor, wie ich mit ihm zusammen jede Menge Streiche aushecke und die Geburtstagsgesellschaft Geburtstagsgesellschaft sein lasse. Ein bißchen fühle ich mich wie ein Kind, denn es ist ein ähnliches freudiges Gefühl, wie früher, wenn ich meinen Cousin bei langweiligen Familientreffen, auf denen ich mich ebenfalls meist außenstehend fühlte, traf und wir zusammen spielten und allen möglichen Unsinn anstellten. Endlich habe ich einen Verbündeten!
Doch leider ist er nirgendwo zu finden, allerdings kann man sich in den Unmengen von großen Räumlichkeiten ziemlich schnell verlaufen. Dann erfahre ich, daß K.F. auch Geburtstag hat und diesen in einer kleinen Extra-Gesellschaft in einem separaten Raum feiert. Zum einen wundert mich dies, da ich im August Geburtstag habe und weiß, daß sein Geburtstag im Mai liegt (was aber real nicht stimmt, in Wirklichkeit ist sein Geburtstag im April), wie kann es also sein, daß wir beide an einem Tag Geburtstag haben? Zum anderen enttäuscht es mich ein wenig, denn jetzt hat er als Geburtstagskind bestimmt keine Zeit mehr für mich, sondern muß bei seinen Gästen bleiben. Es kristallisiert sich nun immer mehr heraus, daß es um genau sechs Geburtstage und sechs verschiedene Geburtstagsgesellschaften geht. Dabei ist mir allerdings nicht klar, ob mein Geburtstag mitgerechnet wurde oder nicht. Vielleicht wurde ja mein Geburtstag sogar beim Zählen vergessen.
Einiges, was dann geschah, liegt im Vergessen, doch nun erfahre ich, daß K.F. gestorben ist. Wie denn das? Er war doch gerade noch hier, gesund und munter? Ich höre nichts weiter darüber, doch meine Trauer ist groß. Ihm zu Ehren lege ich ein paar linierte Schreibseiten an, auf denen ich irgendetwas notiere. Teils sind es nur einzelne Stichpunkte mit Doppelpunkt, hinter dem die halbe Seite leer bleibt. Da taucht K.F. plötzlich vor mir auf. Ich bestürme ihn sofort damit, daß ich dachte, er sei tot, aber er schüttelt den Kopf und sagt, das sei Quatsch, er sei nicht tot. Wir setzen uns nun nebeneinander und ich zeige ihm die Seiten, die ich geschrieben habe. Er schaut sie sich interessiert an und scheint teilweise sichtlich verblüfft. Ich weiß zwar selbst nicht mehr, was da stand, aber anscheinend sind es Dinge, die ich von ihm erraten habe, von denen er nicht glaubte, daß ich sie weiß.
Vor einer hohen Wand, welche ich mit dickflüssigem weißem Putz glätte. In der Wand befinden sich kleinere und größere Löcher, welche eine seltsame Wirkung auf mich ausüben. Mein männliches Ich denkt plötzlich nur noch daran, seinen Schwanz irgendwo hineinzustecken. Doch die Löcher in der Wand reichen mir nicht, ich denke mehr an warme und weiche Öffnungen und ich verliere die Kontrolle. Von Lust überwältigt fällt mir ein, daß sich gleich in der Nähe ein Kinderkrankenhaus oder Kinderheim befindet. Ich beschließe, mir dort ein Kind zu suchen. Um mich zu tarnen krieche ich lautlos auf allen Vieren den Boden entlang. Die ganze Örtlichkeit schein ein riesiges U zu sein und während sich an einer Strebe des Us meine Wand befindet, liegt das Kinderheim auf der anderen Seite. Ich muß also um die Kurve des Us kriechen, wo sich überhaupt nichts befindet. Der Boden ist nachgiebig, aber nicht weich, so als würde irgendwas mit Stoff bespannt sein. Auf einmal sehe ich den Boden nicht mehr waagerecht, sondern senkrecht vor mir. Ich muß nun also senkrecht diese Wand hinaufkriechen. Zuerst habe ich Zweifel, ob das funktioniert, aber ich klemme mich irgendwie an die Wand und hieve mich hoch. Geht doch! Ich bin nicht gewillt aufzugeben, wenn ich meiner Befriedigung so nahe bin. Im Traum denkt mein beobachtendes Ich an einen Zeck, so wie Grenouille in "Das Parfum" genannt wird. Auch ich bin ein Zeck und klettere mühsam, aber zäh auf allen Vieren die Wand hinauf, um mein nächstes Opfer zu finden. Die ganze Perspektive dreht wieder in das Waagerechte und unauffällig, immer bemüht, mich der Umgebung anzupassen und mit ihr zu verschmelzen, krieche ich weiter. Jetzt kauere ich zwischen mehreren Reihen Kinderbetten, doch leider kommt dauernd eine Kinderschwester vorbei, so daß ich still liegen bleiben muß und mich nicht rühren kann. Dabei suche ich mit den Augen die Kinderbetten ab, um ein erreichbares Kind zu finden. Ich sehe auch eines, doch leider reißt die Patroullie der Kinderkrankenschwestern nicht ab, so daß ich an meinem Vorhaben gehindert werde. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich selbst zu befriedigen, und ich stelle mir in meiner Phantasie warme Münder und enge Löcher vor, in welche ich meinen Schwanz versenke, bis ich zum Höhepunkt komme. Meine Lust ist dabei vollkommen objektfixiert, die Kinder haben weder Namen noch Gesichter. Schließlich befinde ich mich wieder auf der anderen Seite des Us und will an der Wand weiterarbeiten. Da fällt mein Blick auf einige Löcher und sofort hat mich die Lust erneut fest im Griff. "Nicht schon wieder!" denke ich. Unbewußt bemerke ich wohl, daß die Lust meine Selbstbestimmung zerrüttet und mich zu einem unermüdlich kriechendem Zeckbock macht.
Bemerkung: Der Traum hinterläßt einen schalen Geschmack. Ich frage mich, was wohl aus meinem männlichen Ich geworden wäre, wenn ich mir für dieses Leben einen männlichen Körper ausgesucht hätte.
Mit der Bahn unterwegs. Aus der ersten springe ich noch während des Fahrens ab, als sie etwas langsamer in den Bahnhof einfährt. Jemand vor mir war mutiger, hat nicht so lange gewartet, sondern ist noch bei fast voller Fahrt gesprungen. Ich möchte oder muß in einen anderen Zug umsteigen, der ziemlich seltsam aussieht. Die Waggons sind alle unterschiedlich und es scheint, als würden die verschiedensten Gebäude aneinandergereiht sein. Darunter runde Kuppeln, Dome, Schlösser usw., allerdings ausschließlich in Eisenbahngröße, also verkleinert. Vor dem Zug herrscht starker Andrang. Massen von Menschen bilden eine Schlange zum Einsteigen. Dabei muß man zum Einstieg über eine Art Laufplanke, so wie bei einem Schiff. Als ich auf der Planke stehe, bemerke ich, daß diese nicht fest aufliegt, sondern sehr wacklig ist. Sobald ich mein Gewicht ein wenig nach rechts verlagere, kippt die ganze rechte Ecke nach unten, und zwar tief nach unten. Plötzlich hänge ich an einer der Seiten, die Planke über mir, die sich von der horizontalen in die vertikale Position verlagert hat. Beim ersten Mal bin ich noch etwas erschrocken, doch sobald die Planke wieder horizontal und ich erneut senkrecht bin, verlagere ich ein weiteres Mal mein Gewicht. Es beginnt mir langsam Spaß zu machen, da es wie eine große Wippe ist, ich werde forscher und hänge deshalb immer senkrechter und tiefer an der unteren Kante. Die Reisenden um mich herum sind ängstlich und warnen mich, da sie fürchten, die Planke könnte ganz abstürzen und mich unter sich begraben. Doch ich fühle mich recht sicher und glaube, daß ich alles unter Kontrolle habe.
Im nächsten Traumfragment muß ich quer durch einige Gärten laufen, um irgendwohin zu gelangen. Dabei ist es nötig, einige Beete zu überqueren. Diese sind durch niedrige Schnüre abgeteilt, die ich leicht überklettere. Die Situation wiederholt sich genau dreimal. Beim dritten Mal sind auf einmal mehr und auch höhere Absperrungen vorhanden. Kurz bevor ich sie überwinden will, fällt mir ein, daß dies wohl Elektrozäune sind und ich einen Schlag bekomme, wenn ich sie berühre. Schnell ziehe ich meine Hand zurück. Stattdessen versuche ich jetzt besonders vorsichtig, die Drähte und Schnüre zu übersteigen, ohne sie zu berühren, was aber nicht sehr schwer ist. Da hat wohl der Gartenbesitzer gemerkt, daß jemand durch seine Beete latscht und deshalb den Elektrozaun installiert.
Im dritten Traumfragment befinde ich mich zuerst in der Wohnung meiner Mutter, wo ich drei niedrige, mit indischen Elefanten verzierte Couchtische sehe, die übereinandergestapelt sind. Was will meine Mutter mit so vielen Couchtischen? Wahrscheinlich gefallen sie ihr nicht mehr, weil sie so niedrig sind. Jetzt befinde ich mich in meinem Bett und bemerke, daß es immer dunkler wird, obwohl das zu dieser Tageszeit gar nicht vorgesehen ist. Aus dem Fenster schauend entdecke ich eine riesige schwarze Wolkenwand, die sich näher schiebt und nur noch einen glitzernden Streif des Himmels direkt über mir freiläßt. Es wird ein schweres Unwetter geben, aber nicht nur das. Irgendwoher weiß ich, daß dies der Beginn des Weltuntergangs ist. Die Dunkelheit ist einfach zu dunkel und die Finsternis zu finster. Dies ist der erste der drei lichtlosen Tage, wie sie in den Prophezeiungen vorausgesagt werden. Anfangs will ich einfach im Bett bleiben und warten was passiert, aber dann gehe ich doch noch einmal auf die Straße. Inzwischen ist es dunkel wie die Nacht. Einige Menschen sind spurlos verschwunden, man vermutet, sie haben sich irgendwohin gerettet, vielleicht in ein geheimes Versteck. Mir fällt auf, daß dies alles boshafte Menschen sind, während die anderen, die "guten", hier werden sterben müssen. Das finde ich ziemlich ungerecht. Ich treffe eine Bekannte(sie hat Ähnlichkeit mit meiner ehemaligen Mitschülerin A.S.), die in der Dunkelheit in einem Schwimmbecken treibt und auf den Tod wartet. Wir unterhalten uns. Die Menschen auf der Straße und um mich herum sind alle sehr ruhig und gefaßt, außerdem, was besonders auffällig ist, von der normalen Hektik ist absolut nichts mehr zu merken. Im Gegenteil, alles und jeder scheint verlangsamt, so als würden sich die letzten drei Tage ebenso wie die letzten drei Minuten vor einem sehnlichst erwarteten Ereignis in das Endlose dehnen. Eine abwartende Stille liegt über der Stadt. Auch ich spüre keine Angst, sondern nur Neugier.
Ich war die ganze Nacht über auf einem 68iger-Treffen, was irgendwie sehr anstrengend war (ich meine mich dunkel zu erinnern, während des Treffens auch einige Hausarbeiten übernommen zu haben - Abwaschen und so) und von dem ich nicht viel in Erinnerung behalten habe. Es fand an einem bestimmten Ort in einer (besetzten?) Wohnung statt, in welcher gecampt wurde und die gerammelt voll war. Überall standen Campingliegen dicht an dicht. Mein Kumpel M. war auch dort, ich weiß nicht wie es ihm ging, aber ich selbst fühlte mich etwas fehl am Platz, zumal ich ja erstmal kein 68iger bin und deshalb viele Dinge gar nicht so richtig verstanden habe. Zum Beispiel unterhielten sich die anderen immer über eine "römische Besatzung" und erst am Ende des Traumes bekam ich mit, daß die geflügelte Umschreibung für einen Zeitraum war, in welchem ein bestimmter Star an diesem Ort gastierte. Mit dem Lied "Far, far away" im Kopf wachte ich auf.
In einer fremden Stadt, in der die Menschen eine andere Sprache sprechen als ich (russisch, polnisch oder ungarisch?), komme ich an einem tristen Haus mit vorverlegtem, rechtsseitigem Eingang vorbei. Es ist ein Kinderkrankenhaus, das weiß ich sofort, auch wenn es nicht an dem Gebäude steht. Ich bin mir sicher, dort schon einmal gewesen zu sein. Nämlich in meiner Kindheit mit der Mutter. Ich kann mich nicht wirklich erinnern, aus welchem Grund sie mit mir dorthin gegangen ist und was darin geschehen ist. Woran ich mich erinnere sind weniger Geschehnisse, als vielmehr eine dunkel-brütende, kalte Atmosphäre. Diese Atmosphäre schiebt sich bildhaft in meine Gedanken. Ich überlege, ob ich vielleicht mal hineinschauen sollte, vielleicht erkenne ich ja etwas wieder und es wäre interessant, ob dabei noch weitere Erinnerungen kommen, aber ich entscheide mich dagegen. So besonders einladend finde ich das Haus nicht. Doch entweder war diese Entscheidung falsch oder meine Neugier hat gesiegt, jedenfalls erlebe ich genau diese Situation im Traum ein zweites Mal, wobei zwischendurch, wie ich glaube, einige Zeit vergangen ist. Auch jetzt stehe ich vor genau dem gleichen Gebäude, aber diesmal gehe ich hinein. Die Atmosphäre ist nicht anders, als ich sie vor meinem inneren Auge sah, nur etwas belebter. Sehr viele junge Menschen sitzen auf Bänken in den Fluren und warten wohl auf eine Behandlung. Seltsamerweise sind die Ärzte und Schwestern ebenfalls sehr jung. Ich gehe einige Gänge entlang und Treppen hinauf, ohne daß sich bei mir großartige Deja-Vus einstellen oder neue Erinnerungen kommen, deshalb verlasse ich das Haus wieder.
Im nächsten Traumfragment schwänze ich mal wieder, ich weiß jedoch nicht, ob Schule oder Arbeit. Mir ist bewußt, mir ein paar freie Tage (mit Krankheit?) gestohlen zu haben und ich fühle mich deshalb leicht und beschwingt und ohne jedes schlechte Gewissen. Mitten auf der Straße stehend lege ich ein völlig anderes Gewand an, wobei mir unklar ist, woher ich dieses genommen habe. Es besteht aus einer langen Bluse, bodenlangem Rock und aus demselben Stoff gearbeitete, dazu passende Schuhe in Clogform. Alle Teile bestehen aus einem Stoff, auf dessen schimmerndem Lila unzählige kleine feine Blüten in weiß und anderen dezenten Farben verstreut sind. Die Bluse hat außerdem einen Bindegürtel. Bei den Clogs ist seltsamerweise der Stoff an der Ecke über dem großen Zeh zurückgeschlagen und darunter kommt der grellorangefarbene Zipfel eines Netzstoffes zum Vorschein. Noch immer auf der Straße erreiche ich einen sehr klar abgegrenzten Abschnitt, auf dem das Plaster zugefroren ist, während es daneben ganz normal ist. Ich mache mir ein Vergnügen daraus, auf diesem gefrorenen Straßenabschnitt mit meinen Clogs juchzend hin- und herzuschlittern.
Bemerkung: Vielleicht die Aufforderung eine neue Flower-Power-Bewegung zu gründen und nur noch in Clogs auf der Straße rumzuhängen? *gg*
Irgendwo an einer U-Bahnstation. Eine feste Lokalität ist nicht auszumachen, da es weder Wände noch Räume gibt. Ich drapiere sehr akkurat eine Decke über eine junge langhaarige Frau, die so tut, als würde sie schlafen. Dann gehe ich unter die Dusche, drehe das Wasser nur leicht auf, die Wasserstrahlen verwandeln sich in funkelnde Glaskristalle. Eine blonde Frau duscht ebenfalls, dreht aber demonstrativ das Wasser voll auf. Auch hier verwandelt es sich in blitzende Glaskristalle, die wie Trauben über ihrem Kopf hängen. Eine U-Bahn fährt in die Endstation ein. Zwei Ausländer schlafen im letzten Wagen und haben nicht mitbekommen, daß die U-Bahn nicht weiterfährt. Ich shampooniere meine Haare sorgfältig und laufe so an der U-Bahn entlang. Eine Frau vor mir hat ebenfalls einen "gewaschenen Kopf". Jetzt befinde ich mich in der Nähe der alten Kirche vor dem ehemaligen Elternhaus. Die Tür zur Kirche gegenüber vom Pfarrhaus, die normalerweise in die Sakristei führt, ist eine Art Rollo und steht einen kleinen Spalt offen. Mein früherer Spielfreund M. schaut daraus hervor und winkt mir zu, bzw. bedeutet mir, zu der Tür zu kommen. Ich gehe hin und er reicht mir durch den Spalt hindurch seine Spielsachen (Spielkiste, Decke usw.), allerdings sind wir im heutigen Alter. Ich erhasche einen Blick durch den Spalt und schaue in das düstere Kirchenschiff. Zum Glück kann man den Jesus nicht sehen, denn der hängt genau um die Ecke von meinem Blickpunkt aus und das ist mir auch ganz recht so, da der Anblick so gruselig ist. Mir fällt aber auf, daß vor dem Spalt, auf dem Kirchenfußboden sehr viel Kram herumliegt. Zum Teil sind es Werkzeuge und Baumaterial, zum Teil aber auch Spielsachen. Ziemlich chaotisch für eine Kirche. Ich frage mich, ob es erlaubt ist, daß M. hier seine Spielsachen lagert, auch wenn sein Opa der Hausmeister ist.
Wir gehen zum Pfarrhaus hinüber und ich erkenne, daß sich einiges geändert hat. Den Eingang zum Hof versperrt nun ein kunstvolles, sehr hohes schmiedeeisernes Tor. Auch um den Wäschegarten ist jetzt statt des Maschendrahtzauns ein neuer bunter Holzlattenzaun gezogen. Anscheinend wird der Wäschegarten aber gar nicht mehr als Wäschegarten genutzt, denn auf der Hälfte der Fläche erkenne ich einige Gräber. Haben die sich jetzt hier einen eigenen Hausfriedhof angelegt? Ich zähle vier Gräber und lese die Namen darauf. Sie sind mir unbekannt, weshalb ich meinen Spielfreund frage, wer das ist. Er kennt die Leute, ein Mädchen und ihre Familie, aber er hat ja auch viel länger im Haus gewohnt oder wohnt sogar immer noch. Im Haus selbst befinden wir uns jetzt in einer leeren Wohnung. Der Fußbodenbelag erinnert mich an das Zimmer, wo ich zur Untermiete wohnte, deshalb frage ich, in welcher Etage wir uns hier befinden. Es sind mehrere Leute mit dabei und auf einmal befinden wir uns wieder in der Kirche, in deren Vorraum. Bunte Kronleuchter mit blütenartigen Leuchtfassungen hängen von der Decke herab. Eine Vietnamese spricht mich von der Seite an, wedelt mit einigen Ansichtspostkarten in der Hand, die er mir für einen Euro verkaufen will. Meine Mutter, die nun auch dort ist, sagt, ich soll doch eine nehmen, aber ich lehne ab. Viel lieber würde ich den Innenraum selbst fotografieren, aber ich weiß nicht, ob das erlaubt ist. Erst jetzt bemerke ich, daß der Vorraum genauso aussieht wie in
diesem anderen Traum, nämlich mit einem langen Verkaufstresen, an welchem sich aber im Moment keine Verkäufer befinden. An der Geschäftstüchtigkeit hat sich also nichts geändert. In einen anderen Raum gekommen, stelle ich fest, daß dies ein Schwimmbad ist. Was? Die haben hier sogar ein Freizeitbad angelegt? Nicht schlecht. Schade, daß es das nicht schon früher gab. In meiner Kindheit wäre das der Kracher gewesen. Statt der viereckigen Schwimmbecken sind es jedoch quadratisch angeordnete schmale Wasserkanäle, in welchen die Menschen schwimmen. Verführerisch türkis leuchtet das Wasser um mich herum. Auf der anderen Seite des Schwimmbades liegt ein Supermarkt. Auch den haben sie also noch in der Kirche eröffnet. Er nennt sich aber nicht Supermarkt, sondern trägt einen sehr exquisiten Namen, ich habe den Namen mehrmals gelesen, irgendwas mit A.... Damit soll klargemacht werden, daß es ein sehr besonderer Supermarkt ist.
Es sind Geister aus dem Computer lebendig geworden und erschienen. Daß es Geister sind, ist mir nicht gleich klar. Es wird mir erst bewußt, als ich versuche, mit ihnen wie mit normalen Menschen zu sprechen. Ich befinde mich in einem Gebäude, das ein bißchen wie ein Krankenhaus wirkt, mit langen Gängen und einzelnen Zimmern. In einem dieser Zimmer haben sich die Geister versammelt. Was sie dort genau tun, kann ich nicht mehr erinnern. Ich versuche sie zu verjagen, indem ich ihnen erst bestimmt sage, daß sie gehen sollen, und dann etwas handgreiflich werde, was aber beides keinen Erfolg zeigt. Die Geister sind völlig unbeeindruckt. Ich greife einfach durch sie hindurch. Da fallen mir einige Methoden ein, die ich in schlechten Exzorzistenfilmen gesehen habe. Ich gehe also, um Weihrauch oder Räucherstäbchen zu holen. Das mit dem Weihrauch gestaltet sich schwierig, da ich nicht weiß, wie ich ihn so schnell zum Brennen bekommen soll und auch kein Gefäß dafür finde. Also greife ich in aller Eile nach Räucherstäbchen und hoffe, daß es Weihrauchstäbchen sind, bin mir dessen aber nicht sicher, ebensowenig, ob andere Räuchermittel ebenso wirksam sind. Versuchen kann man es ja mal. Immerhin bekomme ich sie schnell angezündet, sie sehen allerdings eher aus wie Zeichenkohle - ein Stäbchen schmal und schwarz, das andere ziemlich dick und ungleichmäßig, als wären mehrere Stäbchen umeinander gedreht. Mit den beiden brennenden Stäbchen in den Händen gehe ich zurück in das Zimmer, fuchtel damit vor den Geistern herum und sage irgendwas, was mit gerade einfällt, wie : Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (übrigens drei) - Geister verschwindet! Amen! Dabei ziehe ich ein Kreuz in die Luft. Doch auch das beeindruckt die Geister nicht sehr. Sie schauen mich nur etwas pikiert an und ich komme mir reichlich albern vor. Ich versuche es mit noch ein paar anderen "Zaubersprüchen", doch dann erlahmt mein Widerstand langsam, als ich merke, daß anscheinend alles ziemlich fruchtlos ist und ich mich vor den Geistern nur zum Clown mache. Ich ziehe mich deshalb in den Gang zurück, aber auch da laufen jetzt überall Geister herum, genauso wie in den anderen Zimmern. Es scheint ganz normale Normalität zu sein und ich hab da wohl irgendwas über Geister falsch verstanden. Na gut, dann muß ich mich eben damit abfinden.
Bemerkung: Als hätte ich es in der Nacht schon geahnt, daß ein Fotograf der fc und seine Kollegin heute Unmengen von Geistern in meinem verzauberten Heidschnuckenfell finden würden. Inzwischen hätten wir eine nackte Frau, eine Frau mit Rock, ein Gesicht, eine Frau mit Kopfkissen, den Golem und ich sehe inzwischen auch dauernd ein Liebespaar, das da vorher noch nicht war. Hilfe!
Im ersten Traum möchte ich aus irgendeinem Grund ein Feuer in meinem Büro legen (den Grund ahne ich, aber sowas mache ich natürlich nur im Traum *gg*). Dazu verwende ich Blumentöpfe mit Pflanzen, u.a. Hibiscus, wie ich ihn auf dem Schreibtisch zu stehen habe, und fülle statt der Erde in sie eine Brennpaste, die wohl aus reinem Alkohol besteht. Es sind ziemlich viele Blumentöpfe, vielleicht sechs oder noch mehr, und als ich sie alle mit einem Mal tragen will, beginnen sie mir wegzurutschen. Da jemand dabei ist (ist es schon Graf Dracula?), bitte ich ihn, mir schnell einige abzunehmen. Im Büro stelle ich erst einmal einen auf den Fußboden, zünde ihn aber noch nicht an, denn mir fällt ein, daß ich ja noch einige Sachen von mir aus dem Büro mitnehmen müßte, auf jeden Fall meine Handtasche und einigen Nippes vom Schreibtisch. Dann beginne ich jedoch zu grübeln, ob das später nicht auffällt, wenn gar keine Sachen von mir verbrannt sind, weil ich die vorher schon mitgenommen habe. Die Polizei würde mich sicher fragen, wie ich vorher wissen konnte, daß es brennen würde und schon hätte ich mich verraten. Ach egal! Ich nehme einfach meine Handtasche und ein paar Sachen mit und wenn ich Glück habe und alles zu Asche verbrannt ist, fällt das gar nicht weiter auf.
Im nächsten Traum befinde ich mich im elterlichen Wohnzimmer und bin gerade dabei, Graf Dracula, der sich in der Wohnung aufhält, eine Falle zu stellen. Dazu arrangiere ich die Gardinen am großen Fenster, d.h. ich öffne sie erst und schließe sie dann wieder. Es ist eine helle Vollmondnacht, zwar nicht taghell, aber es ist doch alles draußen gut sichtbar und der Mond erstrahlt in einem blendend weißem Licht. Dann ist der Mond verschwunden und auf einmal sehe ich am Himmel Unmengen kleiner Sternschnuppen, die wie ein Feuerwerk dort entlangfliegen und verglühen. Es sind so viele, daß ich sie nicht zählen kann. In diesem Moment ist mir bewußt, daß ich träume, allerdings denke ich sofort, daß ich aufgewacht bin und die Sternschnuppen wirklich sehe, nachdem ich das andere vorher geträumt habe. Doch es bleibt keine Zeit, um lange den Himmel zu bestaunen. Ich schließe die Gardinen und gehe zum ehemaligen Dienstmädchenzimmer der Wohnung. Dort wartet Graf Dracula in Bademantel und mit einem Handtuch um seine Schultern. Obwohl er im Dienstmädchenzimmer sitzt, rufe ich ihn mit "Herr!", so als sei ich ein Dienstmädchen. Er kommt in das Wohnzimmer und ich drücke mich etwas ängstlich hinter die andere Seite des Tisches, den ich gerne zwischen uns lassen möchte. Seelisch und moralisch habe ich mich auf Angriff und Kampf eingestellt, doch er geht wie gewünscht auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches zum Fenster, obwohl ich vergessen hatte, die Stühle aus dem Weg zu räumen, und öffnet die Gardinen. Ein gleißendes Licht fällt in den Raum, denn unerklärlicherweise ist es nun draußen heller Tag. Ich weiß selbst nicht, wie das geschehen konnte.
Im dritten Traum sehe ich einen Schwarm von Vögeln auf dem Boden herumspazieren. Es sind keine Enten oder Gänse, denn sie haben spitze Schnäbel, aber Hühner sind es auch nicht, dazu sind sie zu groß. Wenn sie die Hälse recken, sind sie so groß wie ein Mensch, aber das witzigste ist, daß ihre Körper wie Sofakissen aussehen, denn sie haben dort eine Zeichnung von schwarzen Blumenranken auf weißem Grund. Außerdem gebärden sie sich auch witzig, zum Beispiel stellen sie sich so auf und strecken ihre Hälse, als wollten sie ein Gruppenfoto von sich machen lassen. Mein Vater stellt sich aus Spaß dazu, da die Vögel auf einem Tisch stehen, ist er sogar kleiner als sie und das sieht so lustig aus, daß ich sage, er soll so stehen bleiben und meinen Fotoapparat hole. Dieser befindet sich in meiner Tasche nahe den Vögeln, doch als ich darin herumkrame, laufen die Vögel auseinander und umpicken mich neugierig. Ich bin ringsherum von ihnen umgeben. Einer ist so neugierig, daß ich seinen Kopf und Schnabel mit der Hand festhalte. Dabei erwarte ich, daß er mir vielleicht mit dem spitzen Schnabel etwas schmerzhafter in die Hand pickt, aber das passiert nicht.
Weitere Traumfragmente: In der Straße der elterlichen Wohnung treffe ich auf eine Bushaltestelle des Busses, der eigentlich in meiner richtigen Wohnstrasse fährt. Ich schaue auf den Fahrplan und stelle fest, daß die Haltestellen jetzt anders benannt werden, und zwar in der Regel nicht mehr nach unbekannten Straßen, sondern nach den nächstgelegenen U- und S-Bahnstationen. Das finde ich sehr gut (ist aber doch eigentlich längst schon so).
Im Büro. Herr N. hat einige Sachen von mir fein säuberlich und in akkurater Anordnung auf dem sehr breiten Fensterbrett abgelegt. Ich frage mich, was das soll und meine mich zu erinnern, daß er das schon einmal gemacht hat. Einige Dinge liegen so weit vom Fenster entfernt, daß ich vielleicht auf das Fensterbrett klettern muß, um heranzureichen, und das, wo ich nicht schwindelfrei bin. Es macht mich wütend, aber glücklicherweise kann ich doch alles wieder einsammeln, ohne aus dem Fenster steigen zu müssen und dann kann ich auch darüber lachen.
Der Satz, sehr klar in meinem Kopf wie von einer Stimme gesagt: Du gehst den Weg allen menschlichen Fleisches, aber die Seele ist frei.
Bemerkung: Am interessantesten finde ich den zweiten Traum. Ich glaube, er ist so eine Art Fortsetzung des gestrigen Traumes, in welchen ich ebenfalls schon mit meinen Ängsten konfrontiert wurde. Da ich mich in letzter Zeit weder mit Vampiren noch mit Graf Dracula beschäftigt habe, sehe ich ihn hier als eine Art Symbol für solche Dinge, die mir Energie abziehen. Dies können neben anderem auch Ängste sein. Und wenn ich ihn mit "Herr!" anrede, bedeutet das wohl, daß ich mich von ihnen beherrschen lasse, statt ihnen den Platz zu geben, der ihnen gebührt - nämlich im kleinen Dienstmädchenzimmer als dienendes, durchaus auch hilfreiches Gefolge. Da es erst Nacht (Unbewußtes) ist und dann plötzlich das Licht des Tages auf Graf Dracula fällt, kann ich wohl annehmen, daß einige Schatten und Ängste stärker, vielleicht sogar plötzlich, in das Bewußtsein dringen und damit durchschaubarer und vielleicht kontrollierbarer werden. Da das alles in der Wohnung der Kindheit stattfindet, sind es wohl auch Dinge aus dieser Zeit. Ich bin im Traum auf Kampf eingestellt, doch dieser findet nicht statt. Leider habe ich aber nicht gesehen, ob sich Graf Dracula im Tageslicht gänzlich aufgelöst hat. *gg*