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Wilde Affen, Verstorbene und Gelenkigkeit

Ein ausgedehnter Hügel mitten in der Stadt, auf ihm ein großes Tiergehege. Es scheint eine Art kleiner Tierpark zu sein und ich überlege, wo ich bin, denn in Berlin würde mir so ein Ort nicht einfallen. Langsam steige ich den Hügel neben dem Zaun hinauf, da entdecke ich in der Ferne, da wo der Hügel am höchsten ist, einen Affen frei neben einem Haus lehnen und auch noch ein paar andere Exemplare, die frei herumlaufen. Das ist aber ein seltsamer Tierpark, der die Tiere aus dem Gehege läßt. Soll ich jetzt weiter hinaufgehen? Lieber nicht. Sind zwar nur Affen, aber darauf, daß sie mich anspringen, habe ich trotzdem keine Lust. Noch unschlüssig, rennen die Affen plötzlich kreischend und "im Affenzahn" den Hügel hinunter an mir vorbei. Herrjemine, die sind ja richtig wild. In einiger Entfernung und möglichst unauffällig renne ich ihnen hinterher, aber nicht um sie einzuholen - ich achte immer auf gehörigen Abstand -, sondern um, unten angekommen, wieder zu verschwinden, möglichst ohne die Affen auf mich aufmerksam zu machen.

In einer großzügigen alten Wohnung, meine Wohnung. Ich meine mich zu erinnern, daß hier die verstorbene Freundin meiner Mutter gelebt hat und ich nach ihr in die Wohnung eingezogen bin. Doch irgendetwas stimmt nicht. Das kann nicht ihre Wohnung sein. In ihrer Wohnung gab es eine Treppe am Eingang innerhalb des Korridors. Diese fehlt hier. Ah, dann bin ich wahrscheinlich nicht direkt in ihre Wohnung gezogen, sondern nur in eine innerhalb des gleichen Hauses.

Ein Hausflur mit gläserner Haustür. Ich mache mich gerade an einem Briefkasten zu schaffen, vor der Tür steht mein verstorbener Opa väterlicherseits und klopft aufgeregt gegen das Glas, um mir zu bedeuten, daß ich die Tür öffnen soll. Er trägt Hut und Mantel und ähnelt im Aussehen alten Fotos. Ich lasse mir allerdings Zeit, da ich erst den Briefkasten wieder schließen möchte. Mein Großvater wird leicht ungeduldig, doch als ich die Tür öffne schlüpft erst seine Frau, meine Großmutter, hindurch und läuft die Treppen hinauf. Sie trägt einen flotten Hut und ist im Stil der 20iger Jahre gekleidet. Außerdem sieht sie auch genauso jung wie damals aus. Eigentlich erkenne ich sie nur, weil ich Fotos von ihr aus dieser Zeit gesehen habe, denn persönlich kenne ich sie nicht in diesem Alter. Deshalb rufe ich ihr einigermaßen überrascht hinterher: "Du siehst aber jung aus!"

Durch irgendeinen Spruch animiert, möchte ich gerne versuchen, ob ich meinen Fuß hinter den Kopf bekomme. Und ja, es geht ganz einfach - jetzt hängt mir sogar schon meine Kniekehle im Nacken, als würde mein Bein über dem Nacken baumeln. Aber die Kniekehle im Nacken? Das kann irgendwie nicht ganz richtig sein. Ich sollte es beim Fußgelenk belassen. Langsam ziehe ich das Bein deshalb wieder zurück, bis nur noch der Fuß den Hals berührt.

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Das verborgene Buch der Träume

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~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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Zuletzt aktualisiert: 30. Dez, 23:05

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