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Samstag, 30. Mai 2009

Die Nonnen Heise und Hader

Im Warteraum der Physiotherapie sehe ich an einem kleinen Tischchen meine Exkollegin A.L. sitzen. Sie erkennt oder beachtet mich nicht, ist ganz mit sich selbst beschäftigt, bis ich sie anspreche: "A....!" Sie blickt nur auf und legt gleich ohne Gruß oder einleitende Worte los sich zu beschweren, daß sie irgendeine gesundheitliche Sache damals nicht gleich dem Arbeitgeber gemeldet hätte. Anscheinend wurde dies durch die Arbeit verursacht, aber jetzt wird es nicht mehr anerkannt und sie hat den Schaden. Ich kann ihr da nur beipflichten, allerdings hätte ich das wahrscheinlich auch nicht gleich gewußt und erkannt. Wir warten gemeinsam und währenddessen erfahre ich, daß diese Physiotherapie von zwei Nonnen geführt wird. Die Nonne Heise sehe ich. Sie trägt zwar eine Nonnentracht, diese läßt aber trotzdem vorne ein tiefes Dekollete und sehr viel Goldschmuck hervorblitzen, nämlich ein breites Goldcollier, Goldarmreifen und -ringe. Irgendwie finde ich das ja etwas merkwürdig für eine Nonne, aber persönlich ist mir das egal. Ich gönne ihnen gerne Goldschmuck und tiefe Dekolletes. Nicht egal allerdings ist mir, daß diese Nonne sehr unbeliebt ist, weil sie so streng, unfreundlich und herzlos sein soll. Zum Glück meine ich zu wissen, daß ich zu der anderen Nonne komme, welche Hader heißt. Als ich an der Reihe bin, merke ich gleich, daß sie auch nicht gerade besonders herzlich oder freundlich ist. Etwas rundlich, mit einem aufgeschwemmten weißen Gesicht, hat sie merkwürdigerweise weiße Krümel an der Haut um den Mund herum, als würde sich dort die Haut lösen. Sie holt ein kleines Impfmesserchen hervor, damit will sie mir später noch in den Rücken schneiden. Mir ist zwar neu, daß man sowas bei der Physiotherapie macht, aber gut, wenn es hilft. Doch vorher untersucht sie erst einmal meinen Rücken und macht mich auf zwei rote Punkte an meiner linken Hüfte aufmerksam. Da habe sie ja schon geschnitten! Achso? Daran kann ich mich gar nicht erinnern. Jetzt liege ich mit dem Bauch auf einer Liege und sie beginnt meinen Rücken zu massieren. Sie hat ziemliche Mühe damit und ruft immer wieder ärgerlich aus, wie hart dieser, bzw. meine Muskeln seien. Die kriege sie ja nie wieder weich.

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Das verborgene Buch der Träume

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Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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Zuletzt aktualisiert: 12. Dez, 21:06

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