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Das Liebesgeständnis

(Sonne tr Opposition Neptun r, Neptun tr Opposition Sonne r, bei Neptun r Quadrat Sonne r)

Im Büro nach Feierabend. Herr N. und ich sind noch nicht weg, sondern gehen in dieses oder jenes Zimmer und sprechen mit anderen Leuten. Unter anderem stehe ich an einem Tisch, wo meine Gruppenleiterin anscheinend einen Antrag für mich ausfüllt, als wäre ich ein Klient. Unter anderem fragt sie nach meiner Wohnung und ich gebe an, daß ich in einer Zehn-Zimmer-Wohnung lebe. Allerdings betone ich gleich, daß es nicht meine eigene Wohnung ist, sondern ich nur eines der Zimmer bewohne. Ansonsten würde es wohl Ärger geben, weil die Wohnung zu groß ist. Doch bei mir würde sie vielleicht auch mal ein Auge zudrücken, oder? Herr N. und ich verlassen gemeinsam das Bürogebäude, wobei er ständig um mich herumscharwenzelt und mir alles mögliche erzählt. Auf einmal sagt er mittendrin, daß er mich seit zwei Wochen liebt. Huch, das kommt jetzt aber sehr überraschend. Im ersten Moment bin ich völlig perplex und frage mich, warum ausgerechnet seit zwei Wochen. Gerade jetzt hätte ich mich in mich überhaupt nicht verliebt, davor hätte ich es verständlicher gefunden. Die Sache beschäftigt mich so, daß ich von ihm wissen will, was denn der Auslöser dafür gewesen ist, daß er meint, mich plötzlich zu lieben. Darauf antwortet er, er hätte die Woche so toll gefunden, als der Senat im Haus war. Ich erinnere mich, es gab in der Woche Schaumküsse und ich hatte weißen Schaum auf meiner Nase und war mit weißem Schaum bekleckert. Überhaupt kam in dieser Zeit sehr viel Weiß vor, was ich in verschwommenen Bildern vor mir sehe. Hm, komisch, daß er sich ausgerechnet deswegen in mich verliebt. Während ich noch grüble, sagt Herr N. "Komm her, Mäuschen!" und nimmt mich in die Arme. Sowas kenne ich gar nicht von ihm, weshalb ich kurz etwas erschrocken bin, aber, ähm, sooo unangenehm ist es nicht. Wir gehen dann weiter die Straße entlang und mir ist die Situation etwas peinlich. Angestrengt überlege ich, ob ich ihm gleich eine Abfuhr geben oder erst einmal gute Miene zum Spiel machen soll. Noch immer springt er um mich herum und erzählt munter, scheinbar überhaupt nicht verlegen über die Situation. Wir setzen uns nebeneinander auf einen steinernen Vorsprung an der Straße. Da ich weiterhin angestrengt überlege und mich frage, wie ich nach dieser Situation morgen mit ihm arbeiten soll, kehrt Schweigen ein. Lange sitzen wir schweigend nebeneinander und ich frage, mich, was ich hier eigentlich tue, warum ich immer noch hier sitze, und....upps....warum ich mich eigentlich an seine Schulter lehne. Herr N. unterbricht nun wieder mit plötzlicher Munterkeit und zieht neben sich eine kleine Colaflasche hervor, die er öffnet und mir reicht. Ich weiß zwar nicht, wo er die aufgetrieben hat, aber da er selbst sowas nicht trinkt, hat er das wohl ganz allein für mich gemacht, weil er weiß, daß ich gerne Cola trinke. Also wenn das keine Liebe ist...ich bin beeindruckt.

Bemerkung: Irgendwie war ich sehr froh, als ich erwachte und feststellte, daß alles nur ein Traum gewesen ist. Keine Zwickmühle, kein Gefühlschaos, auch wenn man es nicht unbedingt einen Alptraum nennen kann.

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Das verborgene Buch der Träume

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Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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Dimensionen

~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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Zuletzt aktualisiert: 12. Dez, 21:06

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