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Samstag, 25. April 2009

Baby-Mücke und Geschenke

Ein winziger kleiner Vogel verirrt sich durch die Balkontür in mein Zimmer. Er scheint hungrig und verwirrt zu sein, vielleicht gerade frisch geschlüpft. Während er herumtaumelt wird er immer kleiner, bis er eine Baby-Mücke ist, die zwischen meine Finger fliegt. Wahrscheinlich sucht sie Nahrung und will mich stechen. Tiefes Mitleid überkommt mich mit dieser kleinen, hungrigen und verirrten Kreatur. Für einen Moment überlege ich sogar, mich stechen zu lassen. So ein Mückenstich ist ja kein Hit und ein bißchen Blut kann man jederzeit abgeben. Doch nein, ich entscheide anders. Selbst aus Mitleid werde ich mich nicht von ihr stechen lassen, deshalb verscheuche ich sie aus meiner Hand. Sie fliegt an die Zimmerwand und es ist deutlich zu erkennen, wie sie mit ihrem Stechrüssel versucht, in den Putz zu stechen. Die Arme! Jetzt versucht sie schon in der Wand Nahrung zu finden, so verwirrt und hungrig ist sie. Das wird sicher nicht gelingen. Doch plötzlich quillt rotes Blut aus der Wand. Ist es wirklich aus der Wand oder von der Baby-Mücke? Nein, von der Mücke kann es nicht sein, sie ist ja nur groß wie ein Strich und hat noch gar nichts gefressen. Es muß tatsächlich aus der Wand kommen. Doch es hilft ihr nicht, denn die Baby-Mücke läßt sich nach hinten fallen und hängt jetzt kopfüber an der Wand. Es sieht aus, als ob sie tot ist.

Es ist mein Geburtstag und ich bekomme von den Gästen Geschenke. Von jedem eines. Schön. Noch ist alles normal. Eines gefällt mir überhaupt nicht und blöderweise rutscht mir das in einer Bemerkung heraus. Doch da legt die entsprechende Person mit einem Mal immer mehr Geschenke auf den Tisch bis der Tisch mit einem Berg Geschenke bedeckt ist. Das ist mir sehr peinlich, das kann ich doch alles gar nicht annehmen. Doch sie besteht darauf. Meine Mutter tritt an den Tisch heran, um den schon andere herumstehen, und fragt, da sie ja ebenfalls Geburtstag hat, ob die Geschenke für sie sind. Doch sofort erhält sie ein lautes 'Nein' von den Umstehenden. Das ist alles für mich. Herrje, dann werde ich mich mal ans Auspacken machen.

Bemerkung: "Geburtstagsgeschenke
Volkstümlich:
(europ.) : - schöne Überraschungen verheißen große Erfolge und der arbeitenden Bevölkerung gute Geschäfte"

Nun ja, ich zähle mich zur arbeitenden Bevölkerung.

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~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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