Das Geschichtsseminar und die ägyptische Göttin

Ich soll zur Weiterbildung an einem Geschichtsseminar in der Fachhochschule teilnehmen. Na gut, Geschichte mag ich ja ganz gerne, wenn ich auch nicht so genau ausmachen kann, was das mit meinem Job zu tun hat. An der Fachhochschule angekommen, fallen mir zuerst die dunklen Gänge auf. Das habe ich alles ganz anders in Erinnerung. Ich suche die Kantine auf, durch welche Massen von Menschen strömen. Völlig überlaufen. Ein Stück Kuchen wäre schön und ich erwische die letzte Streuselschnecke, beiße herzhaft hinein. Hmmm, herrlich frisch und lecker. Eigentlich könnte ich noch ein Stück vertragen, aber so viel ich mich auch umschaue, Kuchen scheint es nicht mehr zu geben. Schade. Nun mache ich mich auf den Weg zum Seminarraum, da fällt mir ein, daß ich noch gar nicht weiß, wo der Unterricht stattfindet und er dürfte in wenigen Minuten beginnen. Während ich einen Gang entlanglaufe, schauen dauernd Dozentinnen aus den Türen und grüßen mich, so als würden sie mich noch kennen. Ich dagegen kenne sie nicht oder kann mich nicht erinnern, deshalb grüße ich zwar zurück, wundere mich aber sehr. Jetzt komme ich auf den Einfall in meinen Einladungsunterlagen nachzuschauen, aber auch dort finde ich keinen Unterrichtsraum angegeben. Schließlich gehe ich einfach zurück zum Raum der ersten Dozentin, die mich gegrüßt hat, eine ältere grauharrige Dame, und setze mich zu ihr ins Seminar. Irgendwie verbinde ich ihr Alter mit Geschichte und denke, wird schon stimmen.
Später, in einer Gruppe (nicht mehr an der Fachhochschule?), wird ein Koffer geöffnet. Ich ahne schon, was darin ist und es bestätigt sich - eine verwesende Leiche. Ich kann den noch nicht ganz vom Fleisch befreiten Schädel erkennen. Ziemlich eklig. Deshalb bleibe ich nur beim Koffer sitzen, während andere sich an das Aufräumen und Säubern machen. Dabei fällt mir auf, daß man gar keinen Verwesungsgeruch riecht. Merkwürdig.
Wieder einige Zeit später in einer anderen Gruppe, erscheint eine ägyptische Göttin. Dunkel meine ich mich zu entsinnen, daß sie etwas mit Tod zu tun hat, jedenfalls ist die Atmosphäre ziemlich spannungsgeladen. Sie bewegt ihre weißen Arme schlängelnd wie bei einem ägyptischen Tanz und dabei fallen mir ihre Fingernägel und ihr Fingerschmuck auf. Es scheint auf den ersten Blick, als trage sie silberne Fingerkuppenringe, die mit ihrer spitz zulaufenden, rhombischen Fläche die Fingernägel wie Krallen überdecken. Sie sind mit feinen Verzierungen versehen, allerdings bin ich mir nicht wirklich sicher, ob das tatsächlich nur über die Fingerkuppe gestreifter Schmuck ist, oder ob sie nicht tatsächlich metallene und dekorative Krallen als Fingernägel hat.

Bemerkung: Eine der Dozentinnen, die aus den Türen schaut und grüßt, ist die Internistin, bei der ich letztens war.

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