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Samstag, 27. Januar 2007

Menschenmassen im Palast

Ich bin in einem vergangenem Zeitalter, dessen bin ich mir sicher. Und es ist ein Zeitalter, in welchem die Menschen sehr weite, bunte und lange Gewänder trugen. Ich sehe Massen von Menschen in diesen bunten Gewändern in einen Palasthof strömen, dessen schmiedeeisernen Tore weit offen stehen. Es scheint aber eine friedliche Angelegenheit zu sein, vielleicht ein Fest.

Das "entlaufene" Photoshop-Kompendium

In der elterlichen Wohnung gehe ich am Fenster vorbei und entdecke zufällig, dass das neue und sehr teure Photoshop-Kompendium draußen auf dem Fensterbrett liegt, und zwar genau in der Ecke, wo der Wintergarten vom Wohnzimmer im rechten Winkel abgeht. "Da wird es doch nass!" denke ich und überlege, von welcher Seite ich am besten herankomme. Außerdem frage ich mich, wer es da hingelegt hat. War ich das? Erst versuche ich es vom Wohnzimmer aus, aber das gelingt nicht so richtig und ich habe Angst, dass mir das sehr schwere und dicke Buch mit einer Hand herunterfällt. Also gehe ich auf die andere Seite im Wintergarten, wo es auch nicht besonders gut aussieht, aber schließlich gelingt es mir, das Kompendium zu packen und gesund ins Zimmer zu ziehen. Unter dem Kompendium lag auch noch eine CD, die ich ebenfalls hereinhole.

Kafka und Schwanensee

Im Traum stelle ich aufgrund der gestrigen Dokumentation verblüffende Übereinstimmungen zwischen meinem Leben und dem Kafkas fest, die bis zu kleinen Details reichen. Das überraschendste Detail, dessen Erinnerung plötzlich wie eine Erleuchtung über mich kommt, ist die Tatsache, dass Kafka in seinem Jugendzimmer ein Schwanensee-Bild zu hängen hatte und ich bis zu meinem 17. Lebensjahr in meinem Kinderzimmer ebenfalls. (Im Wachzustand bin ich mir mittlerweise nicht mehr sicher, ob das wirklich Kafka war, oder ob ich das aus der Putin-Biographie, die ebenfalls gestern im Fernsehen lief, aufgeschnappt habe.) Ich sehe nun das Poster deutlich wieder vor mir und kann mich auch an den Platz erinnern, wo es befestigt war. Es hat einen hellblauen Hintergrund mit einem weißen Schwan in der rechten vorderen Ecke und erinnert an ein Gemälde von Chagall, nur dass dieser keine Schwäne gemalt hat.
Bis kurz nach dem Aufwachen bin ich mir absolut sicher, dass dieses Poster tatsächlich in meinem Zimmer hing, doch einige Minuten später kommen mir Zweifel. Hat es das Bild wirklich gegeben? Der Traum hinterließ eine deutliche Verwirrung und die Frage, welchen meiner Traum- und Nichttraumerinnerungen ich trauen kann. Ich kann es nicht sagen. Vielleicht gab es das Bild, vielleicht auch nicht - die Poster in meinem Zimmer haben damals oft gewechselt.
Absolut sicher weiß ich nur, dass ich meine gesamte Kindheit hindurch diese Tänzerin in meinem Zimmer zu hängen hatte, die ohne weiteres Schwanensee hätte tanzen können:



Und die Moral von dem Traum ist wohl, dass Extreme-Hardcore-Glotzing zu gepflegten Verwirrungszuständen führen kann.

Das verborgene Buch der Träume

...und andere gesammelte Schätze aus den Tiefen des Seelenmeeres

Träume

~Warum willst du mit ihm hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man's nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt, wenn sie schlafen auf dem Bett, da öffnet er das Ohr der Menschen...~ (Hiob 33,13-16)

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Dimensionen

~Ich träumte, ich sei ein Schmetterling, hin und her flatternd, mit allen Absichten uns Zielen eines Schmetterlings. Plötzlich erwachte ich, und lag da wieder ich selbst. Nun weiß ich nicht, war ich ein Mensch, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder bin ich ein Schmetterling, der jetzt träumt, er sei ein Mensch?~ (Tschuangtse, chinesischer Philosoph)

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Online seit 1473 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 30. Dez, 23:05

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